Das Baltikum-Blatt

Wirtschaft

Estland: Neue noble Hochhäuser im russischen Viertel von Tallinn

Veröffentlicht: 15. September 2016

Zukünftige Syline von LasnamaeAuf dem Hügel des Tallinner Stadtteiles Lasnamäe, in dem überwiegend russischsprachige Menschen in während der Sowjetzeit gebauten Plattenhäusern wohnen, will die Firma U.S. Invest des bekannten estnischen Geschäftsmannes Urmas Sõõrumaa nun drei noble, 13-stöckige Hochhäuser mit Blick auf das Meer (Bucht von Tallinn in der Ostsee) und die Altstadt bauen. Auf der Adresse „Lasnamäer Straße 8“ befand sich ehemals ein Poliklinik.

Die Pläne für das Bauprojekt sind seit 2008 fertig. Anfangs waren für die Planung Architekten der Firma R-Konsult zuständig, die Konzeption wurde später vom Architekten Andri Kirsima übernommen. Für die Innenarchitektur ist das estnische Büro des Unternehmens Swiss Property zuständig.

Das erste Haus des Skyline-Projektes soll in einem Jahr fertiggestellt werden, das zweite 2018 und das dritte 2019. Im jedem Turm werden sich 47 Zwei- oder Vierzimmerwohnungen befinden, im Erdgeschoss Geschäftsräume, im Untergeschoss eine Tiefgarage. Der Quadratmeterpreis der Eigentumswohnungen beginnt bei 2290 Euro. Die teuerste Wohnung im (nach deutscher Zählung) 12. Obergeschoss wird 408.900 Euro kosten.

Info:

Der Stadtteil Lasnamäe (deutsch Laaksberg) liegt im Nordosten der estnischen Hauptstadt Tallinn, etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt auf einem Klint aus Kalkstein. In nächster Nachbarschaft befindet sich auch die Liederfestwiese mit dem berühmten, 1960 gebauten Laulukaar (Liederbogen). Zwischen 1976 und 1991 entstand hier eine riesige Plattenbausiedlung mit fünf- bis sechzehnstöckigen Wohnhäusern. Mit einem Gebiet von 30 Quadratkilometern ist Lasnamäe der größte und bevölkerungsreichste Stadtteil der Metropole. Der Großteil der Bewohner, etwa 80 Prozent, spricht als Muttersprache Russisch. (asie/tmich)

Foto: U.S. Invest