Das Baltikum-Blatt

Wirtschaft

Litauen bezieht weiterhin Flüssiggas aus Norwegen

Veröffentlicht: 22. Februar 2016

 

Vertragsunterzeichnung von Geir Heitmann (Statoil) und Dominykas Tučkus (Litgas)Vertragsunterzeichnung von Geir Heitmann (Statoil) und Dominykas Tučkus (Litgas)Litauen und das Energieunternehmen Statoil in Norwegen haben ein weiteres Abkommen über die Lieferung von Flüssiggas (LNG) für das Ostsee-Terminal in Klaipèda geschlossen . Der Vertrag wurde von Geir Heitmann (Statoil) und Dominykas Tučkus (Litgas) unterschrieben. In dem neuen Abkommen wurden die Lieferbedingungen geändert. Angesichts des zurückgegangenen Gasbedarfes sei die bisher über fünf Jahre laufende Vereinbarung auf zehn Jahre bis Ende 2024 verlängert worden, teilte der staatliche Gashändler Litgas in der Hauptstadt Vilnius mit.

Die Liefermenge geht darauffolgend von bisher 540 auf 350 Millionen Kubikmeter Flüssiggas pro Jahr herunter. Dadurch würden die Betriebskosten für das LNG-Terminal und der Gaspreis für Endkunden um mehr als ein Drittel sinken. Aufgrund einer neuen Gaspreisformel könnten die Importpreise nach Begutachtung von Litgas auf 16 bis 21 Euro pro Megawattstunde billiger werden. 2015 war der Preis dafür 29,04 Euro.

Litauen hatte das schwimmende Terminal in der Hafenstadt Klaipèda (Memelland) Anfang 2015 in Betrieb genommen. Das größte baltische Land wollte sich aus dem Monopol der russischen Gaslieferungen befreien. Litgas beliefert auch die Nachbarstaaten Estland und Lettland.

Die „Independence“ (Souveränität) ist eine Art mobiles Gasterminal, an dem Tanker mit dem auf minus 164 Grad gekühltem und damit flüssigem Erdgas (Liquified Natural Gas, LNG) anlegen können. Die Anlage verwandelt den Brennstoff wieder in seinen gasförmigen Zustand – und macht ihn somit bereit zum Transport durch konventionelle Gasleitungen. (asie/tmich)

Foto: Litgas