Ad-Test
Google+


Schumachers Zustand weiter kritisch

 

Michael SchumacherMichael SchumacherAm 3. Januar verbrachte der frühere Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher seinen 45. Geburtstag weiterhin im Wachkoma auf der Intensivstation des Krankenhauses in französischen Grenoble. Sein Zustand ist nach seinem schweren Skiunfall am 29. Dezember 2013 in Méribel weiter kritisch. Er leidet unter einem Schädel-Hirn-Trauma.

Inzwischen sind weitere Details des tragischen Unfalls bekannt geworden. Wie die Bild-Zeitung berichtet, ragen aus dem Berg Felsen mit spitzen Kanten heraus. An der Tag des Unglücks waren sie aber vom Neuschnee bedeckt und wurden für Sportlegende zur lebensgefährlichen Falle. Laure Sauthier, Vorsitzende der Anwaltskammer Albertville fand in einem Interview mit dem französischen Sender France-2 es nicht normal, dass gefährliche Stellen mit Felsen zwischen zwei markierten Pisten nicht durch ein Netz abgesperrt seien. Demzufolge klären die Ermittler, ob die Skipiste korrekt markiert war.

Schumacher soll mit Leihskiern unterwegs gewesen sein. Bei dem Unfall löste sich die Skibindung nicht. Die Skier seien von Staatsanwaltschaft zum Untersuchungen beschlagnahmt worden. Es wird überprüft, ob sie zu fest angeschraubt waren oder einwandfrei funktionierten.

Motorsportler und erfahrene Skifahrer hätte von der präparierten Piste abgewichen um einen gestürzten Kind zu helfen. Er kenne das Skigebiet in Méribel gut. Die Familie hat hier, fast direkt an der Piste am Hang des Saulire-Berges ein Luxus-Chalet.

Nach der Unfall wurden sofort die Bergretter benachrichtigt. Vier Minuten später waren die Helfer an der Unglücksstelle. Die Retter forderten einen Hubschrauber an, der den blutenden und verwirrten Verletzten zuerst ins naheliegenden Hospital in Albertville-Moûtiers brachte. Dort stellen die Ärzte fest, dass die Verletzungen im Hirn sehr ernst sind und beschlossen sich den berühmten Patienten weiter nach Grenoble, in ein Spezialabteilung des dortigen Uni-Klinik zu verlegen. Während des Flugs dorthin sei Schumacher kollabiert worden. Der Helikopter musste landen, um den Schwerverletzten zu intubieren, damit er künstlich beatmen werden konnte. In früheren Winterolympiastadt stellten die Mediziner im Gehirn von Schumi Hämatome und Prellungen fest. Er wurde bis jetzt zwei Mal operiert. Er liegt im künstlichem Koma in Intensivstation auf der fünften Etage der Klinik, einen Einzelzimmer hat der Sportmillionär nach Informationen der Magazin Focus allerdings nicht. Die Station wird stark bewacht, Zutritt haben nur die Familienmitglieder und das medizinisches Personal.

Neben den erfahrenen Mediziner der Universitätsklinik Grenoble stehen noch zwei Ärzte den Schwerverletzten zur Seite: Neurologe Gerard Saillant (68) aus Paris, der siebenfachen Weltmeister bereits 1999 nach dem Silverstone-Unfall operiert hatte und Dr. Johannes Peil (59), Leiter der Sportklinik Bad Nauheim als Facharzt für physikalische und rehabilitive Medizin. Er betreut Schumi seit 14 Jahren. Alle Behandlungsschritte werden von Grenobler Ärztekollegium und befreundeten Ärzten in Absprache mit der Schumachers Familie getroffen. Wie jetzt bekannt wurde, ist bereits seit schweren Sturz des mehrfachen Formel-1-Weltmeisters mit dem Motorrad vor vier Jahren ist seine linke Gehirnhälfte beeinträchtigt. "Die linke Arterie wurde damals zerschlagen", sagte sein Leibarzt Peil der Bild-Zeitung zufolge. "Davon hat man nur zwei. Die Arterien versorgen unter anderem das Kleinhirn."

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel heute meldet, ist ein deutscher Augenzeuge aufgetaucht, der das Unglück gefilmt hat. Aufnahmen will er den Ermittlern übergeben. Auch Schumacher selbst trug bei seiner Skifahrt eine Helmkamera, der von der Familie den Ermittelungsbehörde ausgehändigt wurde. Zudem sei Schumis 14-jährige Sohn Mick, sowie ein Freund der Familie, der bei der Skiausflug dabei gewesen ist, von französischen Kriminalbeamten befragt worden.

Die französische Zeitung Le Journal du Dimanche schreibt unter der Berufung auf „internen Quellen“, dass letzte Hirn-Untersuchung von Patienten sei gestern "sehr schlecht" ausgefallen. Dies habe zu großer Sorge bei den behandelnden Ärzten geführt.

Die gleiche Zeitung berichtet noch, dass ein weiterer Augenzeuge aufgetaucht sei, der den Unglücksfall gesehen hätte. Der 35 Jahren alte Flugbegleiter soll aus Essen stammen und den schweren Sturz von Schumi mit seinem Smartphone aufgenommen haben. Er soll den Ermittlern berichtet haben, dass der Sportikone mit etwa 20 km/h unterwegs gewesen sein soll.

Damit stützt der Deutsche die Aussagen von Schumachers Familie und Freunden.

www.michael-schumacher.de

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Quellen: Focus, Der Spiegel, Bild-Zeitung, Le Journal du Dimanche

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.