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Kevin Korjus gastierte im Formel-3-Rennwagen in Hockenheim

Kevin KorjusKevin KorjusMit Fotogalerie

Von Aino Siebert

Der estnische GP-3 -Pilot Kevin Korjus (20) nahm während des großen DTM-Finales in Hockenheim an der  FIA-Formel-3-Euroserie teil. Der Este vertritt dabei den Briten Alexander Sims.

Der beste Formel-Pilot Estlands erprobte den Formel-3 Wagen der T-Sport-Mannschaft aus Großbritannien schon im September. Seine Testfahrten absolvierte er ebenso auf der badischen Ring. Korjus, der in der aktuellen Saison eigentlich im finnischen Rennteam Koiranen an der GP-3 Serie teilnimmt, fuhr zum ersten Mal einen Formel-3-Boliden im vergangenen Jahr in Macao, wo er im Cockpit eines Double R Racing-Wagens den 13. Platz erreichte.

Während die Formel-3-Euroserie als Rahmenprogramm bei der DTM (Deutsche Tourenwagen Master) mitfährt, wird die GP-3-Serie im Rahmenprogramm der GP-2-Serie ausgetragen und findet somit zum Teil auch im Rahmenprogramm der Königsklasse statt. Die GP-3-Serie ist eine Automobilrennserie für Formel-Rennwagen, sie wurde, wie auch die GP-2-Serie, 2010 gestartet. Beide Serien werden von Bruno Michel durchgeführt. 2011 hat GP-3-Rennen Valtteri Bottas gewonnen. 2013 debütierte der Finne dann für Williams in der Formel-1. Kevin Korjus belegt zur Zeit in der GP-3 einen guten dritten Platz

Inder Sachskurve vom HockenheimringInder Sachskurve vom HockenheimringLaut Aussage von Formel-1-Weltmeister 2008, Lewis Hamilton in Hockenheim, haben GP-3-Rennen im Gegensatz zu GP-2-Wettläufen keinen großen Stellenwert. Auf einer Pressekonferenz am Sonntag (20. Oktober) sagte der Brite: "Die Formel-3-Euroserie ist eine ausgezeichnete Rennklasse. Der Meistertitel bringt Vorteile für die Laufbahn. Die Rennwagen sind gut. Bei der Formel-3 Euroserie lernt man alles über Rennautos." Hamilton selbst gewann die Serie im Jahr 2005. Der Königsklasse-Pilot, der zur Zeit bei der Mercedes-Benz unter Vertrag steht, fügte noch hinzu, dass er auf keinen Fall die GP-3-Serie für die jungen Piloten empfehlen würde: "Boliden sollten sich wie Rennwagen anhören, aber GP-3-Autos dröhnen wie ein Rasenmäher."

Laut Hamilton ist die GP-2-Serie beste Möglichkeit in die Formel-1 einzusteigen, denn alle Rennen finden in der Rahmenprogramm der Königsklasse statt. Die GP-2-Teams haben damit auch die Möglichkeit sich die Rennwagen und Formel-1-Wettläufe anzuschauen. Sein Fazit: „ "Die Formel-3-Euroserie und die GP-2-Serie sind der beste Weg in die Königsklasse der Motorsport, Formel-1.“Letze StartvorbereitungenLetze Startvorbereitungen

Qualifikation für Macao über das Rennen in Hockenheim

Kevin Korjus will im November erneut am Formel-3-Rennen in Macao teilnehmen. So musste er sich im Finale der F-3-Euroserie in Hockenheim für den Wettkampf in China qualifizieren.

Das Baltikum-Blatt traf den jungen Esten auf der badischen Rennstrecke. Korjus hatte zur dieser Zeitpunkt seine Qualifyings absolviert, für einem Debütanten mit durchaus einem guten Resultat : Er belegte den neunten Platz. Bei den freien Trainingseinheiten war er unter 28 Gesamtteilnehmer noch auf den Plätze 17 und 14 gelandet.

Doch die eigentliche Rennen liefen für den Esten alles anderes als gut. Den ersten Wettlauf in Hockenheim musste Korjus schon nach zwei Runden wegen Motorschaden und den zweiten Wettkampf wegen eines Zusammenstoßes mit Felix Seralles nach 13. Runden aufgeben.

Dabei war Korjus mit seinem Formel-3-Boliden, ausgerüstet mit einem Nissan-Motor gut unterwegs gewesen und lieferte sich ein spannendes Rennduell mit Seralles. Doch als der Este versuchte an der sogenannten „Spitzkehre“ seinen Konkurrenten überholen, kollidierten die Wagen der beiden Kontrahenten. Damit gab sich der Puertoricaner nicht zufrieden. Obwohl sein Konkurrent durch den Schaden am Wagen schon ausgeschaltet war, fuhr Seralles nochmals mit Absicht in das Boliden von Korjus hinein. Die Szene ist gut auf dem Film (ab 29:45 Minuten) zu beobachten. Infolge dessen war für beide Jungpiloten das Rennen zu Ende. Seralles wurde wegen seinen unsportliches Verhalten von Rennleitung abgemahnt.

Das dritte Rennen am Sonntag (20. Oktober) lief unter schwierigen Wetterbedingungen. Schon am Morgen hatte es angefangen stark zu regnen. Dadurch war Sicht auf der Rennpiste begrenzt und der Asphalt füllte sich wie eine Eisbahn an. Doch Kevin Korjus zeigte jetzt, was in ihm steckt. Trotz der Hindernisse an der Rennwochenende kam er im Finale als 14. ins Ziel und qualifizierte sich damit für das Rennen in Macao.

In einem Gespräch mit Das Baltikum-Blatt erzählte der junge Rennpilot aus Estland, dass es natürlich sein Traum sei, in der Königsklasse zu fahren: „Zur Zeit ist jedoch das nur ein Wunsch, denn um in die Formel-1 einzusteigen braucht man viel Geld.“

Auch Grid-Girls träumen vom Sieg des PilotenAuch Grid-Girls träumen vom Sieg des PilotenDas größte Problem für talentierte Motorsportler sei es Sponsoren zu finden. Estland unterstützt Korjus nicht. So wusste der Rennpilot in Hockenheim auch nicht, in welcher Serie er in der nächsten Saison starten wird. Auch die Deutsche Tourenwagen Master (DTM) wäre für Korjus durchaus eine Option, obwohl der Einstieg dorthin meistens über die Formel-3-Euroserie läuft - wie auch für Raffaele Marciello. Der 18-Jährige Italiener wurde in Hockenheim zum Formel-3-Euroserie-Champion gekrönt. Mercedes-Benz belohnt jetzt seine Leistungen mit einer Testfahrt in einem DTM-Fahrzeug.

Überhaupt ist die DTM aktuell bei den Piloten sehr begehrt. Wie auch Audi DTM-Chef Dieter Gass vorgebrachte, werden die Rennfahrer in der populären Tourenwagenserie stets von Herstellern unterstützt, sie bekommen dadurch eine reguläre Monatsbesoldung.

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Fotos aus Hockenheim: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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