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Das große DTM-Finale bringt 122.000 Motorsportfans nach Hockenheim: Timo Glock gewinnt das letzte Rennen

Sieger der Final-Rennens - Timo GlockSieger der Final-Rennens - Timo GlockMit Fotogalerie

Kaiserwetter beim großen DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring im Bundesland Baden-Württemberg, wo es zum letzten Mal in diesem Jahr für die 22 DTM-Piloten um die Startplätze für das Rennen am Sonntag (20. Oktober) ging. Dabei war das Qualifikationsrennen fest in BMW-Hand, denn die Münchener machten im letzten Durchgang der Zeitenjagd die Plätze eins bis vier unter sich aus.

Schnellster war dabei Bruno Spengler. Der 30-Jährige, umrundete den 4,574 Kilometer langen Kurs in 1:33,443 Minuten und startet somit bereits zum 16. Mal in seiner DTM-Karriere von Platz eins. „In den letzten Rennen hatte ich oft Pech. Eine Pole macht einfach so viel Spaß. Ich freue mich für die Jungs in meinem Team, die sehr hart arbeiten. Außerdem wollen wir den Herstellertitel verteidigen“, sagte der Kanadier nach dem Qualifying. Neben ihm in der ersten Startreihe für den zehnten Saisonlauf über 42 Runden steht Spenglers Markenkollege Dirk Werner auf Platz zwei. Der Rückstand des Hannoveraners betrug nur 0,303 Sekunden. „Unser Chef hat gesagt, wie wichtig die Herstellerwertung ist und wo es lang geht. Die Teamleistung ist sehr hoch zu bewerten“, erklärte der 32-Jährige. Die Startplätze drei und vier sicherten sich der Brite Andy Priaulx und Timo Glock ebenfalls im BMW M3 DTM. Für beide war es das bisher beste DTM-Qualifying-Ergebnis. Zuletzt hatte in der DTM Audi 2012 in Zandvoort alle vier Autos im vierten Qualifying-Abschnitt gestellt.Renn-Taxifahrt bei starkem RegenRenn-Taxifahrt bei starkem Regen

Timo Glock im Glück
Dann Tag danach das großes Finale: Die DTM-Fans erlebten ein turbulentes Regenrennen mit vielen Überraschungen. Nach packenden Überholmanövern, zahlreichen Tür-an-Tür-Zweikämpfen und Drehern der DTM-Piloten fuhr Timo Glock mit seinem BMW M3 DTM als Sieger vor dem Spanier Roberto Merhi (Mercedes-Benz) und Bruno Spengler (BMW) aus Kanada über die Ziellinie.

Begleitet von einem Feuerwerk feierte der 31-Jährige zum Abschluss seiner Debüt-Saison den ersten Sieg in der DTM. Für Glock war es der erste Sieg nach seinem Erfolg beim GP2-Finale im September 2007 in Valencia. „Das Auto war an diesem Wochenende von Anfang an sehr gut. Ich konnte das Rennen trotz des Regens gut kontrollieren. Ich möchte mich bei Roberto für die tollen und fairen Zweikämpfe bedanken. Heute wird ordentlich gefeiert“, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot nach seiner Erfolgsfahrt.

Gesamtsieger der DTM-Saison 2013 - Mike Rockenfeller Gesamtsieger der DTM-Saison 2013 - Mike Rockenfeller Bester Audi-Pilot war der Schwede Mattias Ekström als Vierter, was den Ingolstädtern aber in der Markenwertung nicht zum Sieg verhalf. So stellte BMW nicht nur den Erst- und Drittplatzierten in Hockenheim, sondern wiederholte auch den Vorjahreserfolg in der Markenwertung - vor Audi und Mercedes-Benz. Der Teamtitel ging an das Audi Sport Team Phoenix mit Mike Rockenfeller und Miguel Molina.

Große Anerkennung erkämpfte sich vor allem der Zweitplatzierte. Nach 41 Runden und 187,534 Kilometer sah Roberto Merhi mit einem Rückstand von 2,7 Sekunden die Zielflagge. Der 22-Jährige schaffte das Kunststück, sich vom vorletzten 21. Startplatz bis nach vorn zu kämpfen - und das trotz eines Handicaps. „Ich hatte einen Frühstart und bekam eine Durchfahrtsstrafe. Ich fuhr dann ohne Druck mein Rennen. Das Auto war super, und wir hatten eine sehr gute Strategie. Ich konnte schnelle Runden fahren und kam immer weiter nach vorn. Ein tolles Rennen für mich“, sagte Spanier über seine tolle Aufholjagd, bei der er zwischenzeitlich das Rennen sogar anführte.

Gedränge in der Hockenheimer SpitzkehreGedränge in der Hockenheimer SpitzkehreZufrieden mit dem vierten Platz zeigte sich Ekström: „Mein Start war richtig schlecht. Glücklicherweise machten die Fahrer vor mir auch Fehler, so dass ich Plätze gut machen konnte. Als die Strecke trockener wurde, hatte ich mehr Grip, und es begann wieder Spaß zu machen. Der vierte Platz ist fantastisch, denn da bekommt man keinen schweren Pokal, den man nach Hause schleppen muss“, sagte ‚Eki’ mit einem Schmunzeln. Der Brite Andy Priaulx (BMW) wurde hinter Molina Sechster und verbuchte damit sein bestes Ergebnis in diesem Jahr.

DTM-Champion Mike Rockenfeller (Audi), der sich bereits in Zandvoort beim vorletzten Rennen den Gesamtsieg gesichert hatte, landete diesmal nur auf Platz 16. „Ich habe mir das natürlich anders vorgestellt, aber ich wurde gleich zu Beginn des Rennens von einem anderen Fahrzeug getroffen. Dabei hat sich die Lenkung verbogen und ich war praktisch mit stumpfen Waffen unterwegs. Heute ist es einfach nicht aufgegangen“, erklärte ‚Rocky’, der zum einzigen Mal in dieser Saison nicht in den Punkterängen landete.

Audi Leiter DTM Dieter GassAudi Leiter DTM Dieter Gass

Auch Marco Wittmann darf sich über einen Titel freuen. Der 23 Jahre alte BMW-Pilot wurde in Hockenheim nach Platz 21 noch aus der Wertung genommen, weil er nicht zum Wiegen erschienen war. Die Auszeichnung für die „Best Performance“ des erfolgreichsten DTM-Einsteigers in diesem Jahr hatte er aber zuvor schon sicher.auch harte Zweikämpfe gesehen. Wir freuen uns über den Sieg von Audi Sport Team Phoenix in der Team-Wertung.“

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war ein unglaublich packendes Saisonfinale mit einem für uns großartigen Ausgang. Wir haben ein sensationelles Rennen von Timo Glock und dem BMW Team MTEK gesehen – es war an Spannung kaum zu überbieten. Timo hat seine Nervenstärke bewiesen. In seinem zehnten DTM-Rennen der erste Sieg, das zweite Podium des Jahres: Insgesamt war es ein tolles Debütjahr für Timo. Auch Bruno Spengler und Andy Priaulx sind ein tolles Rennen gefahren, Dirk Werner ist ebenfalls noch in den Punkten gelandet. Dank der guten Mannschaftsleistung haben wir am Ende noch den ersten Platz in der Herstellerwertung belegt. Das ist ein toller Abschluss einer für uns teilweise nicht ganz einfachen Saison. Am Schluss haben wir fünf Siege und vier Polepositions auf der Habenseite, dazu den Gewinn der Herstellerwertung, Platz zwei in der Teamwertung, den inoffiziellen ‚Rookie of the Year‘ Titel und die schnellste Boxencrew vom BMW Team Schnitzer – damit können wir zufrieden sein. Außerdem konnten wir den BMW M3 vor einer tollen Kulisse mit seinem 51. Sieg aus der DTM verabschieden. Trotz des schlechten Wetters waren viele Zuschauer vor Ort. Das ist sehr schön zu sehen. Noch einmal Glückwunsch an ‚Rocky‘, Audi und das Phoenix-Team zum Gewinn der Fahrer- und Teamwertung.“

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