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DTM: Erster DTM-Sieg für René Rast

René RastRené RastGrenzenloser Jubel bei René Rast: Der Audi-Pilot sicherte beim sechsten DTM-Saisonrennen auf dem Hungaroring in Budapest seinen ersten Sieg in der populären Tourenwagenserie. „Mega! Das ist unglaublich, ich kann es nicht fassen“, brüllte der Deutsche nach der Zieldurchfahrt über den Funk. Der 30-Jährige gewann das Rennen in Ungarn nach 35 Runden vor seinem Markenkollegen Mattias Ekström (Schweden), der das Rennen über weite Strecken angeführt hatte. Dritter im Sonntagsrennen wurde Maxime Martin (Belgien) im BMW M4 DTM, der vom Ende des Feldes in das Rennen gestartet war. Bester Mercedes-Fahrer war Paul Di Resta (Großbritannien) auf Platz sechs.

Zum entscheidenden Manöver setzte Rast erst vier Runden vor Schluss an, als er sich eiskalt an dem bis dato Führenden Ekström vorbeischob. Zuvor hatte sich der Audi-Pilot im Qualifying für das Sonntagsrennen (18. Juni) seine zweite Pole-Position gesichert. In Summe benötigte Rast nur neun Rennen bis zu seinem ersten DTM-Triumph. „Auf diesem Moment habe ich ewig hingearbeitet“, freute sich ein überglücklicher Pilot. „Mattias hatte eine andere Strategie, hat sich aber fair verteidigt. Es ist zu früh, jetzt schon über den Titel nachzudenken, aber die Tabellenführung ist natürlich schon etwas Besonderes. Das hätte ich vor der Saison nicht zu träumen gewagt.“Mattias EkströmMattias Ekström

Ekström, der sich den Sieg vor Augen geschlagen geben musste, nahm Platz zwei sportlich: „Ich hatte durch meinen frühen Stopp eine große Chance zu gewinnen. Allerdings habe ich am Ende mit stumpfen Waffen gekämpft. René hat abgewartet und fuhr dann einfach an mir vorbei. Perfekt ist anders, aber das Ergebnis geht schon in Ordnung.“

Eine fulminante Aufholjagd gelang Martin, nachdem er am Samstag (17. Juni) vorzeitig ausgeschieden war und zu allem Überfluss wegen einer Kollision auch noch eine Rückversetzung in der Startaufstellung um drei Positionen aufgebrummt bekam. Das Zeittraining für das Sonntagsrennen verlief ebenfalls durchwachsen, so dass am Ende nur der letzte Startplatz zu Buche stand. Der Belgier ließ sich davon nicht beeindrucken, absolvierte seinen Stopp zum Reifenwechsel bereits in der ersten Runde. „Das war eine großartige Aufholjagd“, sagte er nach dem Rennen. „Ich habe von Beginn an Vollgas gegeben, aber mit dem Podium habe ich nicht gerechnet. Am Ende war es eine gute Antwort auf mein Ergebnis gestern.“

In der DTM-Fahrerwertung übernimmt Rast nach sechs von 18 Saisonrennen mit 70 Punkten die Führung. Lucas Auer, der in Budapest ohne Punkte blieb, liegt mit einem Zähler Rückstand auf Platz zwei. Die Plätze drei und vier belegen mit Jamie Green aus Großbritannien (65 Punkte) und Ekström (62 Punkte) zwei weitere Audi-Piloten.

Mercedes-AMG von Paul Di Resta, Team HWAMercedes-AMG v. Paul Di Resta, Team HWA

Paul Di Resta überstark am Samstag

Am Samstag (17. Juni) hatte nach dem Qualifying niemand damit gerechnet: Nach einer erdrückenden Audi-Dominanz im Zeittraining jubelten nach Samstagsrennen auf dem Hungaroring Paul Di Resta (Großbritannien/Mercedes-AMG), Timo Glock (Deutschland) und Bruno Spengler aus Kanada (beide BMW) auf dem Siegerpodest. Alle drei profitierten von ihrer auf einen frühen Stopp ausgelegten Boxenstrategie sowie einer Safetycar-Phase. Bester Audi-Fahrer war Mike Rockenfeller (Deutschland), der seinen überlegenen Rennspeed voll ausspielte, mehr als 20 Sekunden Rückstand aufholte, am Ende trotzdem nicht an Spengler vorbeikam und auf Platz vier die Zielflagge sah.

Ich habe gut mit meinen Reifen gehaushaltet und konnte so viele Runden am Stück fahren“, sagte Di Resta nach dem Rennen. „Wir mussten eine sehr aggressive Strategie wählen, weil Audi sehr, sehr schnell war. Glock hatte ich im Griff, er war einfach nicht nah genug an mir dran.“ Für Di Resta ist es der achte Sieg in der DTM, zuletzt stand der Mercedes-AMG-Pilot beim Auftaktrennen 2016 in Hockenheim auf der obersten Stufe des Podests. Den Sieg widmete der Schotte seiner Frau Laura und der neugeborenen Tochter Perla, die am 12. Juni zur Welt gekommen war.

Timo GlockTimo GlockZufrieden mit Platz zwei war Glock. „Damit haben wir absolut nicht gerechnet“, sagte er. „Zum Glück haben wir vor der Safetycar-Phase gestoppt, das war Gold wert. Ohne diese Situation hätten wir heute keinen Blumentopf gewonnen, geschweige denn 18 Punkte geholt. Am Anfang war ich schneller als Paul (Di Resta), habe mich aber bewusst zurückgehalten, um meine Reifen zu schonen.“ Der Hungaroring scheint Glock zu liegen: 2008 stand er hier als Zweitplatzierter erstmals bei der Formel 1 auf dem Podium.

Grund für die Safetycar-Phase war der Ausfall von BMW-Pilot Maxime Martin, der nach acht Runden ausrollte und seinen BMW M4 DTM auf der Strecke parkte. Für die Bergung des Boliden schickte die Rennleitung das Führungsfahrzeug auf die Strecke.

www.dtm.com

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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