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DTM: René Rast und Maro Engel gewinnen in Moskau

 Maro Engel (BMW)Maro Engel (BMW)Erster Sieg im 52. Rennen: DTM-Rückkehrer Maro Engel hat auf dem Moscow Raceway im Sonntagsrennen zum ersten Mal in seiner Karriere in der populärsten internationalen Tourenwagenserie gewonnen. In einem von harten Zweikämpfen und zahlreichen Überholmanövern geprägten Rennen behielt der Mercedes-Pilot aus Deutschland einen kühlen Kopf und manövrierte sich mit einem frühen Boxenstopp auf Siegkurs. „Das war ein unglaubliches Rennen“, sagte Engel im Ziel. Jubel auch bei Mattias Ekström. Der Audi-Pilot aus Schweden wurde Zweiter und eroberte sich damit die Tabellenführung in der Fahrerwertung zurück. Platz drei nach 36 Runden belegte Bruno Spengler im BMW M4 DTM.

Als ich die Zielflagge gesehen habe, war ich überrascht. Ich wusste gar nicht, dass das Rennen schon vorbei ist“, gab Sieger Engel zu, der 2009 mit Platz 6 sein bisher bestes DTM-Ergebnis ablieferte. „Das waren die längsten Runden meines Lebens.“ Nicht ohne Grund, denn in der Schlussphase stürmte Ekström nach vorne, kassierte Gegner für Gegner und brachte die Reihenfolge hinter Engel mächtig durcheinander. Dabei sah es für Ekström, der aus der ersten Reihe gestartet war, in der Anfangsphase nicht gut aus. Nach einem Ausritt von Maxime Martin (Belgien) in Runde 5 war der Einsatz des Safety-Car nötig. Davon profitierten vor allem die Fahrer, die zuvor schon an der Box waren – Engel, Marco Wittmann (BMW/Deutschland), DTM-Neuling Loic Duval (Frankreich/Audi) und Tom Blomqvist (Großbritannien/BMW).

In der Schlussphase des Rennens kämpfte sich der Schwede nach vorne und wurde für sein Kämpferherz mit Platz zwei und der Tabellenführung belohnt. „Das Rennen war irre wild“, analysierte der Schwede im Ziel. „Ein bisschen Hardcore, aber es macht Spaß, wenn es so ist. Nach einem geilen Rennen die Tabellenführung zu übernehmen, ist noch besser. Gratulation an Maro (Engel), er hat den Sieg verdient. Ich hätte noch eine Runde gebraucht, dann hätte ich ihn wohl gehabt.“

Dritter auf dem Moscow Raceway wurde Bruno Spengler (BMW), der bereits fünf Mal in Russland auf dem Podium stand. Der Kanadier nutzte seine Chance in der turbulenten Schlussphase und eroberte Platz drei, den lange Zeit sein Markenkollege Wittmann innegehabt hatte. „Das war heute wirklich ein hartes Rennen, ein großer Kampf und gutes Racing!“

In der DTM-Fahrerwertung hat jetzt Mattias Ekström wieder die Führung übernommen. Er liegt mit 113 Punkten einen Zähler vor seinem Markenkollegen René Rast. Mercedes-Pilot Lucas Auer, der heute als Neunter noch zwei Punkte holte, liegt mit 97 Punkten auf Rang drei. Hinter Jamie Green (87 Punkte) und Mike Rockenfeller (79 Punkte) ist Maxime Martin mit 78 Punkten bester BMW-Fahrer. Der Belgier blieb nach seinem Aus ohne Punkte.

René Rast (Audi)René Rast (Audi)René Rast holt sich mit Sieg die Tabellenführung zurück

Bei seinem ersten Start auf dem Moscow Raceway am Tag zuvor holte René Rast (Deutschland) auf Anhieb den Sieg: Im Samstagsrennen (22. Juli) auf dem 3,931 Kilometer langen Kurs in Russland fuhr der Audi-Pilot von der Pole-Position souverän zu seinem zweiten Sieg in der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Damit eroberte der Mindener zur DTM-Halbzeit – neun von 18 Saisonrennen sind absolviert – auch die Tabellenführung zurück. Mike Rockenfeller (Deutschland/Audi) wurde trotz seiner Fußverletzung, die er sich beim Unfall auf dem Norisring zugezogen hat, Zweiter und sorgte damit für einen Audi-Doppelsieg. Platz drei sicherte sich der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann im BMW. Vierter und damit bester Mercedes-Pilot wurde Robert Wickens (Mercedes) aus Kanada.

Das war ein fast perfektes Rennen“, fasste Sieger Rast zusammen. „Mein Start war nicht optimal, aber danach lief es wirklich gut. Ich habe das Rennen über die volle Distanz angeführt und bin glücklich, wieder Tabellenführer zu sein.“ Sorge, dass ihm sein Marken-Kollege Rockenfeller den Sieg noch wegschnappen würde, hatte er nicht. „Mike war im DRS-Fenster, aber nie wirklich nah genug dran um anzugreifen.“ Dass Rockenfeller nach seinem Unfall überhaupt so schnell sein konnte, verdankt der Audi-Pilot vor allem den Doktoren und Physiotherapeuten. „Ihnen gebührt ein großer Dank“, sagte der Zweitplatzierte, der nur 0,770 Sekunden nach Rast die Zielflagge sah. Mit einem speziellen Tapeverband wurde der gebrochene Mittelfuß fixiert. Rockenfeller konnte den lädierten linken Fuß nur bedingt einsetzen: Er musste seinen Fahrstil umstellen und mit dem rechten Fuß bremsen.Robert Wickens (Mercedes)Robert Wickens (Mercedes)

Während an der Spitze die Positionen bezogen waren, musste sich Wittmann seinen Platz auf dem Podium erkämpfen. „Die erste Runde war wirklich gut“, reflektierte der Fürther. „Danach hatte ich einige gute Zweikämpfe – vor allem mit Wickens, den ich kurzzeitig nicht hinter mir lassen konnte.“ Die dritte Position eroberte er sich in der Schlussphase des Rennens zurück und sicherte sich nach seinem Sieg in Moskau im vergangenen Jahr und Platz zwei in 2014 erneut einen Podestplatz in Russland. „An die Leistungen von heute können wir morgen gerne anknüpfen.“Timo GlockTimo Glock

Nur auf Platz acht überquerte nach 38 Runden Mattias Ekström die Ziellinie. Noch in Runde eins geriet der Schwede mit Timo Glock (Deutschland) aneinander, rutschte von der Strecke und verlor etliche Positionen. Glock erhielt für das Manöver von den Sportkommissaren eine Verwarnung. Trotz des frühen Boxenstopps in Runde drei – mit der Taktik hatte Ekström in vergangenen Rennen bereits mehrmals punkten können – sowie gewonnenen Zweikämpfen kam der temperamentvolle Schwede nicht über Platz acht hinaus. Damit verspielte er die Tabellenführung in der Fahrerwertung.

Das Rennergebnis in Moskau hat die DTM-Fahrerwertung ordentlich durcheinandergewürfelt – die Top-3 sind nur durch sechs Punkte getrennt. Nach neun von 18 DTM-Saisonrennen führt jetzt wieder René Rast mit 99 Punkten die Tabelle an. Zweiter, mit 95 Punkten, ist Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer, der heute Sechster wurde. Ekström ist mit 93 Punkten Dritter. In der Herstellerwertung konnte Audi seine Führung ausbauen und liegt zur Halbzeit mit 378 Punkten vor Mercedes (309) und BMW (276).

www.dtm.com

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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