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Der Lette Mairis Briedis schreibt Boxgeschichte

Mairis BriedisDas ist kein Aprilscherz! Nach zwölf Runden und einer einstimmigen Bewertung der Punktrichter (116:111, 117:110 und 118:109) hat der Boxprofi im Cruisergewicht, Mairis Briedis aus Lettland, seinen Konkurrenten Marco Huck (32) aus Deutschland in der Dortmunder Westfalenhalle am ersten Apriltag besiegt und damit in seiner Heimat Boxgeschichte geschrieben. Der Fernsehkanal RTL hat das Duell live übertragen. Der 32-jährige Polizeibeamte aus Riga ist nach dem Gewinn der World Boxing Council-Weltmeisterschaft der erste Profi-Box-Sieger in Lettland. Die Niederlage gegen Briedis war bereits Hucks vierte als Profiboxer. Durch seinen Misserfolg verlor er auch den WM-Titel des kleineren Verbandes International Boxing Organisation (IBO).

Der neue Weltmeister wurde in Dortmund von tausenden Landsleuten gefeiert. Der Vater von vier Kindern nahm seinen traditionsreichen WM-Gürtel sichtlich müde und ausgebrannt entgegen, denn er hatte, wie sich später herausstellte, bei der Siegerehrung starke Schmerzen. Aus diesem Grund war er auch zu der anschließenden Pressekonferenz nicht erschienen. Vermutlich habe er, so der Sprecher von RTL Matthias Bolhöfer, sich eine Rippe ausgerenkt. Nach dem Kampf klagte Briedis über starke Brustschmerzen und Atembeschwerden.

Die Frage, ob Huck seinen WM-Titel verloren hatte, weil er in den letzten 18 Stunden vor dem Wiegen am Freitag (31. März) nichts essen konnte, um auf sein Kampfgewicht von 90,5 Kilo kommen zu können, sei dahingestellt. Klar ist nur, dass Hungern auf Befehl dem Körper nicht bekommt. Huck sollte eigentlich Profi genug sein, um dies zu wissen. Doch der gebürtige Serbe ist bekannter für seine flotten Sprüche und seine Nachlässigkeit im Umgang mit Trainingseinheiten. Seit seiner Trennung vom Sauerland-Stall Ende 2014 konnte Huck mit seinen Leistungen nicht mehr überzeugen. Mit Ulli Wegner als Trainer hatte er eigentlich einen exzellenten Lehrmeister. Um seinen Titel zurück zu gewinnen, wäre der Boxer gut beraten, es nochmals mit Wegner zu versuchen.

Ein Problem für den frischen Weltmeister aus Lettland ergibt sich demgegenüber durch eine nicht bezahlte Abgabe, die er jedoch hinterher begleichen kann. Die Gebühr beträgt in der Regel drei Prozent der Kampfbörse. Ob der Lette dies begleichen wird, ist nicht bekannt. Es ist durchaus möglich, dass, falls er die Vertragsgebühr nicht zahlt, ihm sein WM-Gürtel aberkannt wird – wie im Fall des Amerikaners Floyd Mayweather junior nach dem siegreichen Kampf gegen Manny Pacquiao vor zwei Jahren. (asie/tmich)

Foto: © Twitter

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