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Junge Litauerin Meilutytė holt in Barcelona den Weltmeistertitel

Olympiasiegerin Rūta Meilutytė holte sich in Barcelona den Weltmeistertitel im Schwimmen über 100 Meter Brust. Die Litauerin, die erst 16 Jahre alt ist, verfehlte in 1:04,42 Minuten ihren einen Tag alten Weltrekord nur um 0,07 Sekunden.

Meilutytė ist damit die jüngste Schwimmerin, die nach einem Olympiasieg über 100 Meter Brustschwimmen den WM-Titel gewinnen konnte.

Meilutytė wurde 1997 in litauischen Kaunas geboren. Ihre Mutter Ingrida starb 2001 im Folge eines Autounfalls. Um die vier Jahre alte Rūta und ihre zwei älteren Brüdern Margiris und Mindaugas sorgte danach die Großmutter. Schon früh fand das Mädchen Spaß am Sport, obwohl sie bei ihrem ersten Schwimmtraining fast ertrunken wäre. Neun Jahre lang trainierte die Litauerin in einem veralteten und für internationale Wettkämpfe nicht geeigneten Schwimmbad aus sowjetischer Zeit in Šilainiai. Ihr erster Trainer in Litauen war Giedrius Martinionis.

Neben dem Schwimmen spielte Meilutytė noch vier Jahre Basketball, beendete das Training aber nach einem Beinbruch. 2008 zog ihr Vater Saulius Meilutis nach Großbritannien, zwei Jahre später folgte ihm seine Tochter.

Obwohl Meilutytė als Ausnahmetalent beschrieben wird, kommen immer wieder Doping-Vermutungen hoch. Bis jetzt wurde ihr jedoch die Benutzung von verbotenen Substanzen nicht nachgewiesen. Die Litauerin trainiert gegenwärtig mit einem Sportstipendium im Rahmen des Leander Swimming Programme am Plymouth College in England.

Meilutytė ist die erste Schwimm-Olympiasiegerin (2012 in London) des unabhängigen Litauens sowie die jüngste olympische Goldmedaillengewinnerin im Schwimmen seit Kornelia Ender in München 1972.

 

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