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Russland: Kein Geld für Bernie Ecclestone

Den diesjährigen Formel-1-Lauf in Sotschi gewann Nico RosbergDen diesjährigen Formel-1-Lauf in Sotschi gewann Nico RosbergDas Riesenreich Russland hat aktuell zwei gute Rennstrecken, eine in der Schwarzmeer-Metropole Sotschi, wo seit 2014 Formel-1-Wettläufe stattfinden, und den Moscow Raceway in Wolokolamsk, rund 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Moskau, wo die Deutsche Tourenwagen Master (DTM) eines der Rennen bisher erfolgreich gestaltete. In der aktuellen Saison finden die DTM-Wettläufe dort vom 19. bis zum 21. August statt.

Doch Russland scheint für die Königsklasse des Motorsportes kein Geld mehr ausgeben zu wollen, obwohl Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sich mit Russlands Präsidenten (und bekennendem Motorsportfan) Wladimir Putin gut versteht, ja, ihn sogar verehrt. Vor rund einem Jahr erklärte der greise Brite (85) auf der von ihm beaufsichtigten Internetseite: „Herr Putin verschwendet in Russland seine Zeit. Er sollte Europa führen - total. Denn sonst tut es ja niemand.“ Vor dem diesjährigen Rennen in Russland sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur TASS, dass der Autokrat Putin ein „großer Staatsmann“ sei, der „in die Geschichte eingehen“ werde.

Der Grand Prix hat letztens in Sotschi eine beachtliche Zuschauerzahl – 158.000 – zusammengetrommelt, auch der Kremlchef war dabei und gratulierte dem Gewinner Nico Rosberg. Doch alle Schmeicheleien zählen nicht, wenn man kein Geld für die grandiosen Sportveranstaltungen mehr hat. (Übrigens: das Privatvermögen des 1,59 m großen Grand Prix-Dauerchefs schätzt das Wirtschaftsmagazin Forbes auf 3,9 Milliarden US-Dollar).

Die russische Führung kann jedoch die Tatsache nicht mehr ignorieren, dass die westlichen Sanktionen gegen das diktatorisch geführte Land, das die Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert hat, schmerzhaft ihre Wirkung zeigen. Auch haben die olympischen Winterspiele in Sotschi vor zwei Jahren enorme Summen verschlungen, und Russland muss 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft in 40 Metropolen austragen, darunter am Schwarzen Meer. Dementsprechend sind die finanziellen Erwartungen an die Zuschüsse, die „Mister Formel-1“ laut Sportminister Witali Mutko für Russland stellt, für das Putin-Land einfach zu hoch. Ob Moskau Ecclestone nun ganz fallen lässt, ließ Mutko in einem Interview für die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti allerdings offen. Er brachte nur vor, dass er für Formel-1-Rennen in Sotschi mindestens bis 2020 keine Möglichkeiten sieht.

Archivbild © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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