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Felix Rosenqvist aus Schweden neuer FIA Formel-3-Europameister

Felix RosenquistFelix RosenquistNach seinem dritten Sieg auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke des Nürburgrings und seinem zwölften Saisonerfolg konnte Felix Rosenqvist (Prema Powerteam) am 27. September besonders laut jubeln: Der 23-Jährige ist neuer Champion der FIA Formel-3-Europameisterschaft.

In einem von vier Safety-Car-Phasen bestimmten Rennen siegte er vor Lance Stroll (Prema Powerteam) und Nick Cassidy (Prema Powerteam). Da der Tabellenzweite Antonio Giovinazzi (Jagonya Ayam with Carlin) nach einer Kollision und dem folgenden Boxenstopp bereits in der Anfangsphase des Rennens alle Chancen auf vordere Platzierungen einbüßte und als 13. schließlich keine Punkte holte, ist Rosenqvist der FIA Formel-3-Europameistertitel nicht mehr zu nehmen.

Von der Pole-Position übernahm der junge Schwede beim Sprint zur ersten Kurve die Führung vor Lance Stroll aus Kanada. Hinter den beiden Prema-Piloten kollidierte Antonio Giovinazzi(Italien) mit Mikkel Jensen aus Dänemark (kfzteile24 Mücke Motorsport). Der Däne schied auf der Stelle aus, der Italiener musste zum Service an die Box. Damit fiel der härteste Titelrivale von Rosenqvist ans Ende des Feldes zurück.

Im dritte Umlauf ereignete sich der nächste Unfall, in den Nicolas „Nici“ Pohler aus Deutschland (Double R Racing), Alessio Lorandi aus Italien (Van Amersfoort Racing) und Zhi Cong Li aus China (Fortec Motorsports) involviert waren. Um den havarierten Boliden von Pohler zu bergen, schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Piste. In Runde sieben erfolgte der Restart, bevor sich drei Umläufe später Sam MacLeod (Motopark) drehte und Matt Rao (Fortec Motorsports) – beide aus Großbritannien - diesem nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Während Safety Car Nummer zwei das Treiben neutralisierte, hatte Rosenqvist noch immer die Führung inne. Giovinazzi hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits wieder auf Rang 22 nach vorne gearbeitet.

Auch beim zweiten Restart blieb Rosenqvist in Führung. Doch auch dieses Mal dauerte es nicht lange, bevor der nächste Zwischenfall folgte. Dorian Boccolacci aus Frankreich (Signature) kollidierte mit Ryan Tveter aus der USA (Jagonya Ayam with Carlin) und musste sein Auto abstellen. Die Folge: Safety-Car-Einsatz Nummer drei. Kurz nach der nächsten Freigabe des Rennens verabschiedeten sich Lorandi und Tatiana Calderón aus Kolumbien (Carlin) ins Kiesbett der letzten Kurve, was für den vierten Einsatz des Safety Cars sorgte. Am Schluss konnten die Akteure noch eine Runde im Renntempo fahren, dann wurde der Lauf abgewinkt.

Felix Rosenqvist sah die Zielflagge als Erster vor Stroll, Nick Cassidy aus Neuseeland und Jake Dennis aus Großbritannien (Prema Powerteam). Damit waren ausschließlich Prema-Piloten auf den ersten vier Plätzen notiert. Charles Leclerc aus Monaco (Van Amersfoort Racing), der sich bereits einen Tag vorher den Titel des besten Rookies sicherte, beendete Saisonrennen Nummer 30 auf dem fünften Platz vor Markus Pommer aus Deutschland (Motopark), dem besten Deutschen im Feld.Nick CassidyNick Cassidy

Santino Ferrucci aus der USA (kfzteile24 Mücke Motorsport), Callum Ilott aus Großbritannien (Carlin), Sérgio Sette Câmara aus Brasilien (Motopark) und George Russell aus Großbritannien (Carlin) vervollständigten die Top Ten. Russell, der im Qualifying den dritten Startplatz eroberte, wurde aufgrund eines Motorwechsels zehn Startplätze nach hinten versetzt, der Brite ging deshalb nur vom 13. Startplatz ins Rennen.

Der neue F-3-Meister Felix Rosenqvist sagte nach dem Rennen: „Ich freue mich riesig, nach so vielen Jahren endlich den Titel gewonnen zu haben. Dieses Resultat habe ich mir schon lange erträumt und jetzt ist es tatsächlich wahr geworden. Es ist der bisher wichtigste Titel in meiner Karriere. Die Saison war phantastisch, wir waren auf allem Strecken schnell. Ich war mir immer sicher, dass wir es schaffen können, auch wenn wir zu Beginn der Saison ein paar Mal Pech hatten. Dieses Rennen war nicht allzu schwierig, denn es gab viele Safety-Car-Phasen, in denen man sich etwas erholen konnte. Die Restarts sind jeweils gut gelaufen und ich hatte auch sonst keine Probleme. Ich habe einfach versucht, das Rennen sicher zu Ende zu bringen. Jetzt bin ich einfach nur happy über unser Resultat und stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.“

Lance Stroll brachte vor: „Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch an Felix zum Gewinn der FIA Formel-3-Europameisterschaft. Niemand hat es mehr verdient als er und ich habe in meiner ersten Formel-3-Saison auch viel von ihm lernen können. Mit meinem Rennen bin ich ebenfalls zufrieden. In der ersten Kurve wurde ich von einem Rivalen getroffen, hatte aber Glück und bin auf der Strecke geblieben. Mein Tempo war das gesamte Rennen über gut und ich konnte Felix folgen. Über meinen zweiten Platz bin ich sehr glücklich.“Pommer, Ferucci, Maine, Stroll auf derm NürburgringPommer, Ferucci, Maine, Stroll auf derm Nürburgring

Nick Cassidy wollte ebenso Rosenqvist beglückwünschen: „Auch ich möchte Felix zu seinem Erfolg gratulieren, er ist eine tolle Saison gefahren. Ich selbst freue mich über den zweiten Podestplatz an meinem erst zweiten Rennwochenende in der FIA Formel-3-Europameisterschaft. Heute hatte ich nie eine echte Chance, Lance anzugreifen, aber auch mit Rang drei kann ich gut leben.“

An der Rennen auf dem Nürburgring nahm Probeweise auch Harald Schlegelmilch (eigentlich: lettisch Haralds Šlēgelmilhs) aus Lettland teil. 2015 schloss sich der Lette ArtLine Engineering an und startet für den Rennstall in der Lamborghini Super Trofeo. Darüber hinaus war Schlegelmilch in der Entwicklung des Formel-3-Chassis ArtTech P315 involviert, dessen Debüteinsatz er in der F-3-Meisterschaft bestritt. Harald ist Sohn von Vladislavs Šlēgelmilhs (auch Vladislav Schlegelmilch genannt), eines ehemaligen Renn- und Rallycross-Fahrer und heutigen Betreiber der Rennstreckenanlage Sporta Komplekss 333 in der lettischen Gemeinde Ropaži.

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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