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Queer: UEFA verhängt Strafe für Bayern München wegen homophoben Plakats

Beim Champions-League-Spiel von Bayern München gegen Manchester United am 9. April in der Allianz-Arena in Müchen muss ein ganzer Fanblock leer bleiben. Diese Strafe verhängte die UEFA nun gegen den Verein aufgrund eines homophoben Banners bei einem früheren Spiel, berichtet queer.de.

Bei der Partie des deutschen Meisters gegen Arsenal am 11. März hatten München-Fans offenbar aus Tirol ein Banner in die Höhe gehalten mit der Aufschrift "Gay Gunners". Gunners ist der Spitzname des englischen Vereins. Darunter war die Zeichnung eines Spielers zu sehen, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist – es handelt sich offenbar um den deutschen Nationalspieler Mesut Özil, der bei Arsenal unter Vertrag steht.

Die Disziplinarabteilung der UEFA sah das Plakat nun als diskriminierend an und bestimmte, dass der Fanblock 124, in dem das Plakat auftauchte, beim nächsten Champions-League-Heimspiel geschlossen bleiben muss. Wegen eines weiteren Plakates, das sich politisch mit dem Kosovo auseinander setzte und von der UEFA als illegal angesehen wurde, muss der Verein 10.000 Euro zahlen. Im Wiederholungsfall drohen dem Club höhere Geldstrafen oder gar ein Geisterspiel.Der schwul-lesbische Fanclub "Queerpass Bayern" hatte "mit großem Entsetzen" auf das Transparent reagiert. Der Vorfall zeige, dass "es weiterer Anstrengungen bedarf, um auch das letzte diskriminierende Gedankengut aus dem Stadion und aus den Köpfen der Menschen zu verbannen", schrieb er damals auf Facebook. Man betrachte den Vorfall zwar als "Einzelfall einiger weniger Unverbesserlicher", der aber nicht zu akzeptieren sei. "Wir entschuldigen uns im Namen der Gesamtheit der Bayernfans dafür", so Queerpass. (queer.de/nb)

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