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Russland: US-Diplomaten angeblich als Protestler in Frauenkleidern

Donald Trump auf einer WahlkampfveranstaltungWährend der zukünftige US-Präsident Donald Trump trotz zwar umstrittener, aber gleichzeitig alarmierender Dossiers über sein kompromittierendes Verhalten in Russland weiterhin seine Nähe zum Kreml erkennen lässt, behauptete der russische Außenminister Sergei Lawrow am 17. Januar auf seiner Jahrespressekonferenz, dass die Diplomaten der Botschaft der Vereinigten Staaten mehrmals an Demonstrationen der russischen Opposition gegen den Staatschef Wladimir Putin, sogar als Frauen verkleidet, teilgenommen haben.

Der Chefdiplomat mit tiefen kommunistischen Wurzeln und von Putins Gnaden erzählte von einem Fall, als ein als Frau verkleideter Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung in ein Gebäude gegangen sei, in der dortigen Toilette seine Frauengarderobe abgelegt habe und als Mann im Anzug wieder herausgekommen sei. Der Mann soll den russischen Zeitungsberichten zufolge der US-Geheimdienstler Timothy Finnegan gewesen sein.

Diese Aussage, egal ob richtig oder falsch, hat bewiesen, dass die russische Geheimpolizei die Amerikaner beobachtet und mit gesammelten Informationen zu desavouieren versucht.

Im Grunde bestätigte Lawrow, was seit langem bekannt ist: Die Agenten des Inlandsgeheimdienstes der Russischen Föderation (FSB) überwachen US-Diplomaten. Doch wer glaubt, dass der FSB andere bedeutende Persönlichkeiten aus den Vereinigten Staaten, wie beispielsweise Donald Trump, nicht bespitzelt, ist einfach naiv. Eine „Kompromat“ genannte Abteilung des Geheimdienstes gab es schon beim sowjetischen Staatssicherheitsdienst KGB. Die dortigen Mitarbeiter sammelten emsig kompromittierendes Material über verschiedene Personen, um diese dann später erfolgreich zu erpressen.

Amerikaner in Russland unter Beobachtung von Geheimdienstlern

Demzufolge können auch die Informationen von Christopher Steele, dem Ex-Agenten des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, über den baldigen US-Präsidenten Trump durchaus der Wahrheit entsprechen. Steele hat schon im vergangenen Jahr einen 35-seitigen Bericht darüber verfasst, wie Trump unter anderem Prostituierte der russischen Hauptstadt für spezielle Handlungen bestellt und bezahlt hatte. Sein Wahlkampfteam soll zudem im Kontakt mit Moskau gestanden sein, und er soll versucht haben, suspekte Geschäfte in Russland einzufädeln.

Belegt sind die brisanten Anschuldigungen allerdings nicht. Doch Steele, der seit 2009 die Firma Orbis Business Intelligence Ltd. leitet, gilt bei den US-Diensten als professionell und vertrauenswürdig. Er lebte viele Jahre in Russland und hat dort gute Kontakte. Aus welchen Grund soll ein Profi falsche Informationen an die amerikanischen Kollegen weiter geben? Ausgeschlossen ist jedoch nicht, dass die Steeles zugegangenen Berichte schon von seinem russischen Informanten frisiert worden waren. Nach der Veröffentlichung des Dossiers ist der Brite untergetaucht.

Putin glaubt an Trumps Unschuld

Nachdem sein treuer Diener Lawrow die Nachricht über US-Diplomaten in Frauenkleidung in die Welt gesetzt hatte, meldete sich auch sein Dienstherr Putin persönlich zu Wort: vor laufenden Fernsehkameras stellte er grinsend fest, dass er die angeblichen Kontakte des künftigen US-Präsidenten zu Moskauer Prostituierten für unwahrscheinlich hält. Nach Putins Logik sei Trump „ein erwachsener Mann, und einer, der über Jahre die Organisation von Schönheitswettbewerben mitorganisiert hat und dabei mit den attraktivsten Frauen der Welt zusammenkam“. Auf Grund dessen sei es für den Kremlchef nicht vorstellbar, dass der Milliardär sich in der russischen Hauptstadt mit Frauen, die aus der sozialen Unterschicht kommen, eingelassen habe. „Sie sind natürlich die Besten der Welt“, fügte Putin noch hinzu.

Es ist allerdings kaum vorstellbar, dass einem Ex-Geheimpolizisten wie Putin die nachgewiesenen sexuellen Vorlieben Trumps unbekannt sind. Der zukünftige US-Präsident hat selber zugegeben, dass er seine Finger von Frauen nicht lassen könne. Er hat sogar damit geprahlt, das Begrapschen von Evastöchtern zu lieben, egal ob Schönheitsköniginnen oder andere Damen. Trump ehrt auch die Ebenmaße seiner Tochter Ivanka so sehr, dass er sie heiraten würde, wäre sie nicht seine Tochter. Der Twitter-Liebhaber ist wohl auch der einzige Staatschef, der öffentlich seinen Manneskraft bestätigte und seinen Penisumfang – sein Geschlechtsteil soll länger als seine Finger sein – bekannt gab.

Darüber hinaus – nicht alle Prostituierten in Russland haben einen niedrigen sozialen Hintergrund, es gibt auch in Moskau genügend Edelnutten. Und wie nun Putin nun aktuell vor laufenden Kameras veröffentlichte - offensichtlich aus eigener Erfahrung –, sind die russischen Callgirls die „Weltbesten“. Warum sollte dann auch Trump diese „Weltbesten Damen“ nicht ausprobieren wollen? (asie/tmich)

Quellen: Delfi, Der Spiegel, Sputnik

Fotoquelle: Facebook

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