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Russland: US-Schauspieler Steven Seagal als Waffenlobbyist in der Rolle seines Lebens

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Ein bunter Vogel

Steven Seagal wurde in Michigan als Sohn einer irischstämmigen Mutter und eines jüdischen Vaters geboren. Laut Eigenaussage stammen seine Großeltern aus Wladiwostok und St. Petersburg in Russland. Inzwischen ist der Schauspieler und mehrfache Vater zum vierten Mal verheiratet, zur Zeit mit der Mongolin Erdenetuya Batsuh. Er ist Vegetarier, Anhänger des Tibetischen Buddhismus und ein geweihter Priester der Ōmoto, der fließend Japanisch spricht.

In den meisten seiner Filme benutzt er eine Selbstladepistole der Marke Colt M1911 des Kalibers 45, genannt „Colt Government“. Von diesem Modell hat der Waffennarr privat mehrere Exemplare in seiner Sammlung. Sie wurde im Auftrag der Firma Colt von John Moses Browning (1855–1926) auf der Basis des von ihm entwickelten Browning-Systems zur Serienreife gebracht. Seit 1911 ist sie die Ordonnanzpistole (die als persönlicher Ausrüstungsgegenstand ausgegebene Waffe) der US-Streitkräfte. Es ist nicht überliefert, ob Seagal nun als russischer Waffenlobbyist und Staatsbürger seinen Colt gegen eine Pistole „Made in Russia“ austauscht.

Die Wochenzeitung Die Welt spekuliert, dass die Staatsangehörigkeitsnachricht im Zusammenhang mit dem Videospiel „World of Warships“ steht. Die Fans können dort Seagal in einem Event als Kapitän freischalten. Das lässt die Kasse wieder klingeln! Um sein virtuelles Abbild zu bekommen, müssen Spieler bis 14. Dezember immerhin 70.000 Erfahrungspunkte sammeln. Putin kann schon jetzt mit dem neuen Staatsbürger seines Reiches spielen.

Auch Weißrusslands Herrscher Aljaksandr Lukaschenka bewundert den frischgebackenen Staatsbürger Russlands. Als Seagal sein Videospiel im Sommer in Minsk vorstellte, bekam er eine Einladung, den Weissrussen auf dessen Landsitz zu besuchen. Hier hatte Lukaschenka bereits Seagals französischen Schauspielkollegen Dépardieu das Mähen mit der Sense gelehrt, für das Muskelpaket Seagal war der Despot sich nicht zu schade, selbst eine Möhre zu schälen. Dazu bekam Seagal noch zwei Wassermelonen.

In guter Gesellschaft mit Seagal und Dépardieu ist noch der US-Boxer Roy Jones Junior, der ebenfalls ein glücklicher Russe ist. Der deutsche Film-Bösewicht Claude-Oliver Rudolph (59) hat zwar keine russische Staatsangehörigkeit beantragt, doch er ließ sich im April zum „kulturpolitischen Ressortleiter“ für den Moskauer Propagandasender Russia Today (RT Deutsch) ernennen.

Große beiderseitige Freude

Der Kreml veröffentlichte auf dem Englischsprachigen Internetpräsenz des Kremlchef das Gespräch zwischen Putin und Seagal bei der Verleihung der russischen Staatsangehörigkeit in Moskau:

Putin: Ich freue mich sehr, Sie [hier] zu sehen! Ich weiß, das Sie ein Staatsbürger der Russischen Föderation werden wollten. Darüber sprachen wir schon vor längerer Zeit, und von Anfang an sagten wir, wenn dies geschieht, wird und sollte es absolut auf unpolitischen Ebene bleiben. Sie haben viele Freunde in diesem Land, und Sie haben auch berufliche Pläne. Naturgemäß werden die russische Staatsbürgerschaft und ein russischer Pass es Ihnen leichter machen, Ihre Freunde zu sehen und Ihre Pläne umzusetzen.

Zunächst möchte ich Ihnen aus diesem Anlass gratulieren und meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass dies ein weiteres Zeichen, wenngleich ein kleines, sein möge, um unsere zwischenstaatlichen Beziehungen zu normalisieren.

Seagal (auf russisch): Spasibo bolschoye (Herzlichen Dank)!

Putin: Wie steht es um Ihre beruflichen Pläne? Läuft Alles, wie es soll?

Seagal: Alles im grünen Bereich. Über die Welt reden wir später, zunächst fühle ich mich sehr geehrt, hier sein zu dürfen, und ich freue mich sehr, Sie wieder zu sehen.

Putin: Herzlichen Dank. Es war auch mir sehr angenehm. Ich schätze alle Ihre Andenken und Geschenke und hoffe, dass wir unsere persönliche Beziehung pflegen und erhalten werden.

Seagal: [Wir dürfen] nie verzagen, niemals.

Mitarbeit: Thomas Michael

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