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Russlands militärische Drohungen

 

Iskander auf einer MZKT-7930 Lafette während der Siegesparade 2008Iskander auf einer MZKT-7930 Lafette während der Siegesparade 2008Die westliche Verteidigungsallianz NATO wird am 8. und 9. Juli ihren Gipfel in der polnischen Hauptstadt Warschau abhalten. Die baltischen Staaten sind seit 2004 Mitglieder des Bündnisses, sie hoffen, dass ihre Alliierten zügig die Entscheidung für je ein Bataillon zusätzlicher Soldaten nach Estland, Lettland, Litauen und Polen treffen werden. Es ist geplant, dass auch die Bundesrepublik an der Mission teilnehmen wird.

Dagegen zeigt sich Präsident Wladimir Putin über die verstärkte westliche Truppenverlegung so nah an der Grenze Russlands besorgt. Der Kremlchef wirft den NATO-Bündnispartnern antirussische Aktivitäten in Osteuropa vor und will darauf „angemessen reagieren“, zugleich sich aber nicht in ein forderndes und auswegloses Rüstungswettrennen drängen lassen.

Als angemessene Reaktion auf die Verlegung von NATO-Truppen nach Polen und in die baltischen Staaten will Russland dem russischen NATO-Gesandten Alexander Gruschko zufolge die Stationierung von Iskander-Kurzstreckenraketen in seiner Exklave Kaliningrad (ehemals Königsberg zwischen Polen und Litauen an der Ostsee) in Betracht ziehen. Gleichzeitig schloss der Diplomat ein neues Treffen des NATO-Russland-Rates in Brüssel nach dem Gipfeltreffen in Warschau nicht aus.

Info:

Die taktische ballistische Boden-Boden-Rakete Iskander oder Tender mit dem NATO-Code SS-26 Stone hat eine Reichweite von rund 400 Kilometern und könnte damit im Ernstfall auch die Hauptstädte Polens und Litauens, Warschau und Vilnius treffen. Während des Kaukasus-Konflikts im Jahr 2008 wurden mindestens drei SS-26-Iskander-Raketen gegen Georgien eingesetzt. Bereits vor der Überlegungen über Raketenstationierung hatte Moskau angekündigt, zehntausend Soldaten an seine Grenze im Westen zu verlegen. (asie)

Foto: © Digr / Wikipedia

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