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Russland: Kreml-Kritiker Wladimir Pribylowski tot aufgefunden

Wladimir PribylowskiWladimir PribylowskiDer russische Kreml-Kritiker und – mit Juri Felschtinski – Autor des Buches „Korporation: Russland und der KGB zu Putins Zeiten“ (The Corporation: Russia and the KGB in the Age of President Putin), Wladimir Pribylowski, wurde in seiner Wohnung im Moskau tot aufgefunden. Im Buch wird unter anderem darüber spekuliert, wie weit der russische Präsident Wladimir Putin in die Morde an Ex-KGB-Mitarbeiter Alexander Litwinenko und der Journalistin Anna Politkowskaja verstrickt war.

Der Leichnam des Oppositionellen wurde von seinem Sohn entdeckt, nachdem dieser von seinem Vater drei Tage lang nichts hörte und beschlossen hat, ihn zu besuchen. Das berichtet das Interpreter Magazine. Der russischen staatlichen Nachrichtenagentur TASS zufolge ist die Todesursache unklar und wird noch untersucht. Auch konnten die Kollegen des Verstorbenen, Felschtinski und Aleksandr Werhowski, laut dem Internetportal Lenda.ru zur Todesursache keine Angaben machen. In den sozialen Netzwerken wird spekuliert, ob Pribylowski eventuell getötet wurde. Es soll aber allgemein bekannt gewesen sein, dass der Putin-Gegner unter Diabetes gelitten hatte.

Pribylowski, der nur 60 Jahre alt wurde, war bekannt als Schriftsteller, Historiker und Politikkommentator. Er war aktiver Gegner des Kreml-Chefs und früheren Geheimdienstoffiziers Putin. Er arbeitete als Leiter des Nachrichtendienstes Panorama und des Internetportales Antikompromat und war zudem als Kolumnist für die Zeitung Kommersant tätig, bis er wegen seiner scharfen Kritik entlassen wurde.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat die Wohnung Pribylowskis im Jahr 2007 durchsucht und die Originalversion seines Buches samt Computer konfisziert. Als Grund wurde der Verdacht auf die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen genannt. Die Ermittlungen wurden später eingestellt. Im Internet hatte Pribylowski Informationen über die Ermordung des FSB-Funktionärs Anatoli Trofimow veröffentlicht. Am Abend des 10. April 2005 wurde der ehemalige KGB-Generaloberst zusammen mit seiner 28-jährigen Lebensgefährtin in der Einfahrt seines Hauses von einem maskierten Unbekannten erschossen. Die Durchführung der Tat deutet auf einen professionellen Hintergrund des Mörders hin. Die damals vierjährige Tochter Trofimows überlebte unverletzt.

Dem Interpreter Magazin zufolge arbeitete Pribylowski an einem neuen Enthüllungsbuch über Putin. (asie(tmich)

Foto: Radio Swoboda / YouTube

 

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