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Nach Flugzeugabsturz: Tiefe Trauer und Verunsicherung in Russland

Kolavia (Metrojet) Airbus A320Kolavia (Metrojet) Airbus A320Russische Urlauber aus dem Region St. Petersburg wollten nach erholsamen Tagen im beliebten ägyptischen Badeort Scharm asch-Schaich am Roten Meer wieder nach Hause kehren. Doch etwa zwanzig Minuten nach dem Start war die Passagiermaschine am 31. Oktober im Norden des Halbinsel Sinai, in einem Gebirgsregion abgestürzt. 224 Menschen kamen ums Leben, darunter 17 Kinder und sieben Besatzungsmitglieder. Das ganze Land ist in tiefer Trauer.

Der 18 Jahre alte Airbus A 321 war kurz nach dem Start vom Radar verschwunden. Die Urlaubsmaschine gehörte der kleinen russischen Fluggesellschaft Kogalymavia, die auch unter den Namen Kolavia oder Metrojet fliegt. Die Firma hat ihren Hauptsitz in der sibirischen Stadt Tjumen.

Inzwischen geht auch Russland davon aus, dass eine Bombe den russischen Jet über dem Sinai zerstörte. Der Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gaben bekannt, die Passagiermaschine abgeschossen zu haben. Der ägyptische Flughafen ist nicht für die Sicherheit berühmt. Dementsprechend wäre es für einen Terroristen in der Tat leicht gewesen sein, einen Sprengsatz in dem Touristen-Flugzeug zu stationieren. Die Bombe, so die IS-Terroristen, war eine Rache für die russische Flugeinsätze gegen die Terrormiliz in Syrien.

Nachdem britische, deutsche, französische und niederländische Fluggesellschaften ihre Flüge über den Sinai eingestellt hatten, ordnete auch Russlands Präsident Wladimir Putin die Einstellung aller Flüge nach Scharm asch-Schaich an. Man folgt damit einen Vorschlag des Inlandsgeheimdienstes FSB und des nationalen Terrorkomitees, hieß es aus Moskau.

Die rund 80.000 russische Urlauber, die nach dem verhängten Flugverbot zuerst am Roten Meer fest saßen, wurden nach und nach mit Spezialflügen und nur mit Handgebäck zurück in die Heimat geflogen, die Koffer wurden später mit Maschinen des russischen Zivilschutzes nach Russland verfrachtet.

Terroristen zerstören Tourismus-Träume

Der Tourismus in Ägypten hatte sich nach dem dramatischen Einbruch während des arabischen Frühlings 2011 wieder langsam erholt. Der Fremdenverkehr gehört in dem arabischen Land zu den wichtigsten Einnahmequellen. Der Absturz des russischen Urlaubsfliegers hat die Hoffnungen auf eine bessere Zukunft abermals vernichtet, denn die Russen und Briten brachten rund 260 Millionen Euro pro Monat ein. Jetzt bleiben sie weg. Nur die deutsche Urlauber scheinen Ägypten trotz des Flugzeugkatastrophe die Treue zu halten. Der Badeort Scharm el Scheich spielt aber für die rund 900.000 Gäste aus Deutschland keine große Rolle, denn sie bevorzugen Hurghada, das größte ägyptische Tourismuszentrum am Roten Meer und Marsa Alam, eine Kleinstadt im südlichen Ägypten.

Foto: © Wikipedia / Aktug Ates

 

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