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Russlands Präsident Putin leugnet Verfolgung von Homosexuellen in seinem Reich

Gleiche unter gleichen - SymbolbildEinen Tag vor seiner Rede in der 70. UN-Generalversammlung hat der russische Präsident Wladimir Putin dem US-amerikanischen Journalisten Charlie Rose ein Interview gewährt, in dem er unter anderem auf die Rechte der Homosexuellen eingegangen ist, berichtet das staatliche Propagandamedium „Sputnik“.

„Ich glaube, dass es in der modernen Welt keine strafrechtliche Verfolgung oder sonstige Verfolgung, Diskriminierung von Menschen nach Nationalität oder Sexualität geben darf“, so der Kremlchef in dem Interview, das von den Sendern CBS, PBS und Bloomberg TV ausgestrahlt wurde.

„So etwas haben wir auch nicht. Seinerzeit gab es im Strafgesetzbuch der damaligen Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) Artikel 120, der die Verfolgung für Homosexualität vorsah. Das wurde aber abgeschafft, es gibt überhaupt keine Verfolgung“, sagte Putin. Da fragt sich der aufmerksamer Bürger, woher stammen dann die äußerst negative Berichte und brutale YouTube-Filme, u.a. der vierteilige Film „Mein Leben unter Putin“ oder von Spiegel-TV „Angriffe auf Homosexuelle“ , die massive Menschenrechtsverletzungen und Hetzenjagd gegen die Gleichgeschlechtliche zeigen. Auch Das Baltikum-Blatt hatte mehrfach über die Brutalität der Russen gegen die sexuelle Minderheit im Putin-Reich berichtet.

„Bei uns leben Menschen mit nicht traditioneller sexueller Orientierung in Ruhe, sie arbeiten, werden befördert, bekommen staatliche Auszeichnungen für Errungenschaften in Wissenschaft, Kunst oder auch auf anderen Gebieten, sie werden mit Orden geehrt, ich überreiche diese persönlich“, so heterosexuelle Putin laut „Sputnik“ weiter. Konkret wurde der Kremlchef allerdings nicht.

Wie sieht dann die Wirklichkeit in Russland für die Homosexuelle aus? Dies zeigt ein Filmtest, den zwei junge Männer auf der Straßen von Moskau mit versteckter Kamera aufgezeichnet haben. Einige Aufzeichnungen, wie von Human Rights Watch aufgenommene Film „Gewalt gegen Schwule vor laufender Kamera“ kommt auf YouTube-Portal sogar mit dem Inhaltswarnung „Dieses Video ist möglicherweise für einige Nutzer unangemessen“. Sie können den Film auf dem Nachrichtenportal N24 sehen.

Vielleicht sollte sich Russlands Präsident Putin vor einem nächsten Interview über die Situation der Gleichgeschlechtlichen in seinem Staat das reichliche Material im Internet anzuschauen.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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