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Russland vernichtet Blumen

Rosen - SymbolbildRussland hat westlichen Produkten den Kampf angesagt. Keine goldgeräucherten Sprotten mehr aus dem Baltikum oder leckere Koteletts aus Deutschland oder rotbackige Äpfel aus Polen. Alles, was die Russen früher gerne gekauft und verzehrt haben, lässt Präsident Wladimir Putin vernichten, angeblich wegen der schlechten Qualität der Nahrungsmittel.

Das Putin-Reich will nach eigenen Angaben mit Einfuhrverboten und der damit verbundenen Vernichtung westlicher Produkte die eigene Wirtschaft schützen. Obwohl das Importverbot in der Praxis etwas gelockert wurde, bedarf das eingeführte Ladegut einen amtlichen Prüfung. Wenn die russische Zollbehörden meinen, alles sei in Ordnung, bekommt das Fracht ein entsprechendes Siegel.

Absender oder Importeure können allerdings nicht überprüfen, ob die Behauptungen der russischen Zöllner über eine angeblich verdorbene Ware bestand haben. Sie sind den Behörden hilflos ausgeliefert. Dies musste zuletzt der Münchener Autobauer BMW feststellen, als seine Mannschaftsverpflegung in Pskow vernichtet wurde, obwohl die eingeführte Nahrungsmittel gar nicht zur Verkauf bestimmt waren (Das Baltikum-Blatt berichtete).

Der Blumenkrieg hat begonnen

Nach dem Lebensmittelembargo hat Russland nun auch Blumen ins Visier genommen. Ende Juli gab die zuständige Aufsichtsbehörde für landwirtschaftliche Erzeugnisse bekannt, Inspektoren hätten 183 Paletten mit holländischen Blumen gefunden, die angeblich mit Schädlingen befallen waren. Auch hier ist es dem Lieferanten oder Importeur nicht möglich zu überprüfen, ob die Rosen und Chrysanthemen tatsächlich mit „kalifornischen Thrips“ infiziert waren. Sie müssen einfach die Vernichtung der Blumen ins Kauf nehmen und auf den Kosten sitzen bleiben. Insekten auf den Blumen sind normal, doch werden sie offensichtlich von Moskau als gefährlich deklariert, weil Russland und Holland erbittert über die Hintergründe des Abschusses der Malaysia-Airlines-Maschine MH17 am 17. Juli 2014 über ostukrainischem Gebiet streiten. Der Passagierflugzeug war aus Amsterdam gestartet, bei dem Absturz kamen 298 Menschen ums Leben, 196 davon waren niederländische Staatsbürger. Aus Holland eingereiste Kriminalisten fanden in der Nähe der Absturzstelle Trümmerteile, die eventuell zu einer russischen Rakete gehören. Einen Tag nachdem diese Expertise bekannt worden war, verbrannte die russische Aufsichtsbehörde einen Stapel niederländischer Blumenpakete.

Die Leittragenden des Vernichtungswahns des Kreml sind normale russische Bürger zumal Holland seine Blumen nicht selbst exportiert, sondern über russische Zwischenhändler.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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