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Ukrainische Armee nimmt russische Soldaten gefangen

 

Russland dementiert bis heute, dass in Ostukraine seine Soldaten an der Seite der prorussischen Rebellen kämpfen. Doch dieser Tage hat die ukrainische Armee zwei Männer gefangen genommen, die sich selbst als reguläre russische Soldaten bezeichnen. Darüber berichtet die kremlkritische Zeitung „Nowaja Gazeta“ in Russland. Das Blatt veröffentlichte zudem Videos der Interviews mit den Soldaten auf seiner Webseite.

Die beiden Russen waren am 16. Mai im Luhansker Gebiet (Donbass) verletzt und gefangen genommen worden. Sie wurden von Ukrainern verhört. Ihnen droht jetzt eine Anklage wegen Terrorismus. Mit Journalisten haben die Männer in einem Kiewer Krankenhaus gesprochen. Wie der Film zeigt, sprechen die Russen nur sehr langsam, sie wirken total erschöpft.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die Nachricht bestätigt. Einer der beiden Festgenommenen hatte im Gespräch mit OSZE-Vertretern bestätigt, dass er von seiner Truppe den Befehl bekam, in die Ukraine zu gehen.

Russland behauptet, dass die Gefangenen ihren Militärdienst Ende 2014 quittiert haben. Doch diese Aussage ist mit Vorsicht zu genießen. Zur Erinnerung – Moskau hat seinerseits gegenüber den Medien und den Angehörigen junger Wehrpflichtigen verschwiegen, dass Rotarmisten an der Intervention in Afghanistan (1979-1989) teilnehmen mussten oder dass die „grünen Männchen“ auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim aus Russland kamen. Die Russen sind seit Gründung der Sowjetunion 1917 Meister der Desinformation und des Legens falscher Fährten gewesen.

Alexander A. sagte dem Bericht zufolge, er sehe sich, trotz der konträren Behauptung des russischen Verteidigungsministeriums, weiter als Angehöriger der Streitkräfte des Landes. Auch sein Kamerad Jewgeni J. bestätigte, er habe sich nicht gekündigt. Sie seien auf einer „geheimen Beobachtermission“ in der Ostukraine gewesen.

Die Russen beklagten sich darüber, dass sie keinen Kontakt zur russischen Botschaft in der Ukraine haben. Jewgeni J. bringt vor, Verständnis dafür zu haben, wenn man ihn nicht mehr als Militärangehörigen Russlands bezeichnen will. „Aber ich bleibe doch Staatsbürger meines Landes“, sagt er.

Der Pressesprecher von Putin, Dmitri Peskow sagte laut Nachrichtenagentur Interfax, Russland tue alles, um die Gefangenen zu befreien. Das Außenministerium in Moskau beschuldigte die ukrainische Behörden, russischen Diplomaten keinen Zugang zu den Festgenommenen gewährleistet zu haben - Kiew dementierte.

Russen planen offensichtlich einen neuen Angriff

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet , dass nur 30 Kilometer von der Grenze zur Ostukraine Russland offenkundig neues schweres Militärgerät stationiert hat. Auf den Bildern sind acht Panzer zu sehen, die mit einem Zug in die russische Ort Matveev Kurgan (Bezirk Rostow) angekommen sind. Bis ins umkämpfte Donezk sind es von dort aus 100 Kilometer, bis Mariupol am Schwarzen Meer 160 Kilometer.

Nur zwei Tage zuvor war ein großer Militärkonvoi mit Raketenwerfern, Militärwagen ohne Nummernschilder und Schützenpanzern in der Nähe der Stadt abgelichtet worden.

Foto: ©Presseamt der russischen Präsidenten

 

 

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