Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Russland formiert sich gegen McDonald´s Burger

Mc Donalds Logo - SymbolbildBereits im April hat die amerikanische Fastfood-Kette McDonald's die Schließung seiner drei Filialen aus „produktionstechnischen Gründen“ auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim verkündet. Nun muss Burger-Gigant fürchten, dass er von allen Standorten in Russland Abschied nehmen muss. Dies fordert zumindest bekannte Nationalist Wladimir Schirinowski, Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei. Doch er hat auch viele Landsleute hinter sich.

Einer aktuellen Umfrage von Superjob Research Center zufolge unterstützen 62 Prozent der Befragten die Schließung aller McDonald’s-Filialen in Russland. Die US-Zeitung Washington Post berichtet, dass die Russen auch auf den Straßen ihre Abneigung gegen Burger zeigen, wie etwa in der Stadt Brjansk. Dort haben die Gegner „Nieder mit dem amerikanischen Fast-Food!“ skandiert.

In den 1980er Jahren eröffnete McDonald’s seine erste Filiale in Moskau. Vorher hatte der Burger-Riese 14 Jahre lang mit Moskau verhandelt. Die erste Restaurant wurde in russischen Hauptstadt auf dem Puschkin-Platz am 31. Januar 1990 eröffnet. Trotz hoher Preise waren die Schlangen vor der Filiale lang. Die Russen wollten in den Zeiten von Perestroika (Umbau) und Glasnost (Transparenz) den Westen spüren. Laut dem Unternehmen wurden seither rund 130 Millionen russischen Kunden mit seinen Burgern verköstigt. McDonalds war einfach „in“, die Kette expandierte sich schnell auf rund 400 Filialen in 22 Städten. Etwa 80 Prozent der Zutaten für Anfertigung eines Burgers stammen inzwischen aus russischer Produktion.

Die ersten dunkle Wolken am Burger-Himmel zeigten sich vor zwei Jahren als der Chefhygieneinspektor Gennadi Onitschenko an die Bevölkerung appellierte, sich patriotisch zu ernähren und Fastfood wie McDonalds zu vermeiden. Es sei seiner Meinung nach kein Essen für Russen.

Offensichtlich stehen die Schließungen von drei McDonalds-Filialen auf der Krim im Zusammenhang mit der antiwestlichen Stimmung in Russland. Denn der Burger-Riese ist neben der Getränkemarke Coca Cola einer der amerikanischsten überhaupt.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.