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Martin Gauss in Handelsblatt „Nicht jeder möchte wie Ryanair werden“

Air Baltic - DienstfahrradAir Baltic - DienstfahrradOsteuropas Airlines kommen langsam wieder auf die Beine. Im Interview mit dem Handelsblatt verrät Martin Gauss, Geschäftsführer der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic, wie er seine Flotte auf Rendite trimmt - und wie er dem Billigflieger aus Irland, Ryanair, die Stirn bieten will.

Das ganze Interview können Sie hier lesen: www.handelsblatt.com

Air Baltic entstand als neue nationale Fluggesellschaft Lettlands durch den Vereinigung der privaten Baltic International und der staatlichen Latavio – Latvian Airlines im September 1995. An dem neuen Unternehmen war der lettische Staat mit einer Kapitalmehrheit von 51 Prozent beteiligt. Die Übernahme der einstigen Latavio-Strecken konnte erst im Jahr 1998 durchgeführt werden, weswegen das Flugunternehmen in ihren Weiterentwicklungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt war.

2011 geriet Air Baltic zunehmend in Liquiditätsprobleme. Das lettische Staatsmacht machte die Bewilligung eines Darlehens zur Erhöhung des Grundkapitals jedoch vom Rücktritt des Geschäftsführers Bertolt Flick abhängig, dem untransparente Handhabungen vorgehalten wurden. Im Juni 2011 bezichtigte der Beschuldigte auf einer Pressetreff seinerseits die Obrigkeit, den Wert des Unternehmens durch eine Schmutzkampagne zu reduzieren, um so die Staatsanteile noch vor den Parlamentswahlen veräußern zu können.

Im September 2011 kam es dann zu einem richtigen Provokation, als kurzfristig mehrere Flüge der Airlines gestrichen wurden. Unter den Leidtragenden befand sich auch der Präsident Lettlands, Andris Bērziņš, der nach seinem Antrittsbesuch bei der Europäischen Union in Brüssel einen Tag länger in der belgischen Metropole bleiben musste.

Am 16. September 2011, dem Tag vor den Parlamentswahlen kam es zu eine Einigung. Am 21. September 2011 meldete Air Baltic Insolvenz an. Monat später gab die lettische Regierung eine proportionale Erhöhung des Grundkapitals bekannt. Anfang Dezember 2011 übte das Staatsmacht ihr Vorkaufsrecht aus und übernahm 99,8 Prozente der Anteile an Air Baltic. Die Gesellschaft war mit diesem Schritt verstaatlicht. Im Februar 2012 wurde Air Baltic von FlightStats als pünktlichste regionale Fluggesellschaft Europas ausgezeichnet.

Die Fluggesellschaft bedient von lettischen Metropole Riga aus Städte- und Urlaubsdestinationen in ganz Europa und Vorderasien. Langstrecken werden gegenwärtig nicht geflogen.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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