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Frankreich: Piton de la Fournaise spuckt wieder

Vulkan „Piton de la FournaiseVulkan „Piton de la FournaiseAm 26. Mai um 8:05 Uhr Ortszeit ist der für seine rege Aktivität weltberühmte, 2631 Meter hohe Vulkan „Piton de la Fournaise“ auf dem französischen Übersee-Départment La Réunion zum ersten Mal in diesem Jahr ausgebrochen. Der Ausbruch ist ein faszinierendes Naturspektakel und für Bewohner und Besucher vollkommen ungefährlich.

Schon am Vorabend gegen 23 Uhr wurde ein Anstieg der seismischen Aktivitäten vom Vulkanobservatorium, dem Observatoire Volcanologique du Piton de la Fournaise, aufgezeichnet.

Aufgrund des Vulkankessels stellt der lebhafte Vulkan keine Gefahr dar. Als feuerspeiender Berg hawaiianischer Art sind seine Eruptionen effusiv. Konkret heißt das, dass der Vulkan ein richtiger Gentleman unter den Feuer speiender Bergen ist, denn er entleert sich würdevoll langsam und ruhig.

Naturliebhabern und Neugierigen bietet sich demnach ein einzigartiges Spektakel, das aus sicherer Entfernung von mehreren Aussichtspunkten beobachtet werden kann.

Das vergangene Jahr 2015 war an seismischer Aktivität gemessen ein ganz intensives Jahr für die Insel La Réunion. Insgesamt gab es vier unvergessliche Vulkanausbrüche, der letzte dauerte zur Freude der Beobachter ganze 67 Tage! Nun begeistert der Piton de la Fournaise aufs Neue. /IRT/asie/tmich)

Info

Der Piton de la Fournaise ist vor 380.000 Jahren an der Südseite des Piton des Neiges (französisch: Schneegipfel) entstanden und ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Er ist mit 3070 m der höchste Berg auf der Insel La Reunion und des Indischen Ozeanes. Dabei tritt ähnlich wie bei den Feuer speienden Bergen auf Hawaii im Pazifischen Ozean dünnflüssige Lava aus und bahnt sich ihren Weg Richtung Meer, größere Gas-Explosionen gibt es dabei nicht. Im Gegensatz zu anderen Vulkanen mit ihren plötzlichen und unkalkulierbaren Ausbrüchen sind die Eruptionen am Piton de la Fournaise recht vorhersehbar und daher relativ ungefährlich. Zwar wird bei den Ausbrüchen des Öfteren die Küstenstraße beschädigt, gleichzeitig zieht das Schauspiel der Ausbrüche Schaulustige unter dem Slogan: „Le volcan pète“ („der Vulkan furzt“) von der ganzen Insel an.

La Réunion oder kurz Réunion (französisch: Insel der Zusammenkunft) ist eine Insel von der Größe des Saarlandes im Indischen Ozean. Hauptort ist Saint-Denis, politisch ist das Eiland ein Übersee-Départment sowie eine Region Frankreichs und gehört damit zur Europäischen Union. Auf der Insel wird mit Euros bezahlt. Bis 1794 hieß die Insel Île Bourbon, unter Kaiser Napoleon Île Bonaparte, dann bis 1848 wieder Île Bourbon. Die Einwohnerzahl wird auf rund 830.000 beziffert. Réunion liegt knapp 700 Kilometer östlich von Madagaskar und gehört mit dem 200 Kilometer entfernten Mauritius sowie Rodrigues zu den Maskarenen, einer Inselgruppe, die 1511 von dem Portugiesen Pedro Mascarenhas entdeckt wurde.

Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts war Réunion unbewohnt. Im Zuge der französischen Kolonialisierung kamen Siedler aus Frankreich auf die Insel, die für die Plantagenwirtschaft der Bourbon-Vanille und Zuckerrohr Sklaven aus Madagaskar, Ostafrika und Indien dorthin verschleppten. Mit dem Ende der Knechtschaft 1848 erhielten freie Sklaven den Bürgerstatus. Billige Arbeitskräfte für die Landwirtschaft wurden nunmehr aus Indien, Afrika und China angeworben. Die Nachkommen der einstigen kolonialen Siedler und Sklaven bilden eine verhältnismäßig homogene Gesellschaft und werden zusammen als créoles (Kreolen) bezeichnet. Als identitätsstiftend für alle Réunionaisen wird heute die als Métissage bezeichnete Vermischung und das friedliche Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen betrachtet. (Quelle: Wikipedia)

Das 2007 gegründete Fremdenverkehrsamt der Insel La Réunion (IRT) soll die großen politischen Orientierungen der Region im Tourismus umsetzen. In diesem Zusammenhang beteiligt sich das IRT ebenfalls an der Erstellung und Umsetzung der Tourismusstrategie in diesem französischen Übersee-Département.

Foto: © IRT

Weitere Informationen: www.insel-la-reunion.com

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