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Lettland: Das Gefängnis von Karosta im Scheinwerferlicht der Medien

Häftling - SymbolbildIn Kanada wird zur Zeit ein einstündiger Film über das Gefängnis von Karosta im lettischen Liepāja gezeigt. Das Video über Extremabenteuer wurde in diesem Frühjahr für Liebhaber des „Einsamen Planeten“ als Teil eines Projektes eines portugiesischen Fotografen erstellt.

Das ist nicht alles. Journalisten aus mehreren Ländern wollen die Haftanstalt von Karosta regelmäßig aufsuchen, die eines der aufregendsten und am wenigsten gewöhnlichen Hotels auf der Erde ist. Die US-amerikanischen Ghost Hunters haben es zum gespensterreichsten Ort der Welt gekürt. Ohne zu übertreiben - Karosta in lettischen Liepāja ist definitiv ein besonderer Ort.

Der Bunker von Karosta ist das einzige für Touristen geöffnete Militärgefängnis in Europa. Das Gebäude wurde um 1900 errichtet und war stets eine düstere Bleibe, wo Menschen gebrochen und freie Gedanken unterdrückt wurden. Die Machthaber wechselten, und mit ihnen die Gefangenen – Revolutionäre, Seeleute und Unteroffiziere der russischen Marine, Deserteure der Wehrmacht, „Staatsfeinde“ des Stalin-Regimes, Soldaten der lettischen Armee und Weitere, die der herrschenden Macht nicht gehorchen wollten. Die letzten Wandschriften echter Arrestanten stammen aus dem Jahr 1997.

Seit das Gebäude zu einem Touristenziel geworden ist, lockt es Menschen mit den verschiedensten Interessen an – sowohl an der Geschichte und den jahrhundertealten Festungsbauten mit ihren unterirdischen Labyrinthen Interessierte als auch Solche, denen es in ihrem täglichen Leben an Aufregung mangelt, und die beispielsweise das Spionagespiel „Flucht vor der UdSSR“ reizt.

Im vergangenen Jahr eröffneten die Besitzer des Gefängnisses den ersten Fluchtraum, der sich bald großer Popularität erfreute. Die Besucher werden eingeschlossen, und müssen in einer Stunde hinauskommen, koste es, was es wolle. Manche Aufgaben sind vordefiniert, andere müssen die Spiel-Teilnehmer selbst herausfinden.

In diesem Jahr bietet Karosta eine weitere Neuigkeit: „Isolator der vorübergehenden Haft“. Ein paar freundliche Tipps von Veranstalten - wenn von Besucher „Isolator“ ausgewählt wird, sollten sie daran denken, dass es einige unerklärliche Phänomene gibt: knallende Treppenstufen, das plötzliche Verschwinden von Glühbirnen, Öffnung verschlossener Gefängniszellen, selbst imaginäre Bilderscheinungen in den Fluren... (Thomas Michael)

Quelle und Foto: Latvian Travel

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