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35. Internationaler Hansetag im estnischen Viljandi

 

Viljandi - PanoramaVom 4. bis zum 7. Juni findet in Viljandi (deutsch: Fellin) der 35. Internationale Hansetag statt. Bereits zum vierten Male holt Estland die traditionsreiche Veranstaltung, auf der über 80 Hansestädte von Island bis Russland vertreten sind, ins Land und heißt seine Gäste in dem im Süden gelegenen Städtchen herzlich willkommen. In diesen Tagen wird die malerische Minimetropole zum Zentrum der mittelalterlichen Kaufleute und verwöhnt seine Gäste mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik, Theater, Tanz, Markttreiben und vielem mehr.

"Tere tulemast Viljandisse" - Willkommen in Viljandi

Viljandi liegt rund 160 Kilometern entfernt von estnischen Hauptstadt Tallinn. Die ältesten Siedlungsfunde am malerischen Viljandi-See gehen bis ins fünfte Jahrtausend vor Christus zurück. Spätestens in der Wikingerzeit war von den Esten hier eine Burg errichtet worden. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1154 durch den Geographen Al-Idrisi.

Im 12. Jahrhundert setzte die erste dauerhafte Besiedlung rund um die Festung Viljandi ein. Nach dem Freiheitskampf im frühen 13. Jahrhundert wurde Viljandi durch den deutschen Schwertbrüderorden erobert. 1224 begann an Stelle der hölzernen Befestigung der Bau einer mächtigen Ordensburg, die als zeitweise größte des Baltikums galt. Sie wurde in den folgenden 200 Jahren immer weiter ausgebaut und modernisiert.

Die Siedlung hatte Hamburger-Rigaer Stadtrechte bereits 1283 vom Ordensmeister Wilhelm von Endorpe erhalten. Unter der schwedischen Herrschaft im 17. Jahrhundert wurde Viljandi jedoch das Stadtrecht entzogen. Dieser Zustand hielt bis 1783 an, als durch eine Reform der russischen Zarin mit deutschen Wurzeln, Katharina die Große, Viljandi die Hauptstadt des Landkreises Sakala wurde. Mit dem wachsenden wirtschaftlichen und politischen Einfluss stieg auch die Bevölkerung an. Bis heute ist Viljandi als Kreishauptstadt und mit diversen kulturellen Veranstaltungen ein bedeutendes Zentrum im Süden Estlands.

Buntes Hanseleben erleben

Während der Festtage erstreckt sich das bunte Hanseleben über die gesamte Stadt und lässt die Geschichte neu erleben. Ein Hansemarkt sowie ein Hanse Handwerker- und Bauernmarkt bieten auf den steingepflasterten Straßen und Plätzen hochwertige Ware und kulinarischen Köstlichkeiten an. In versteckten urigen Hinterhöfen der Altstadt finden kleine Konzerte statt, werden Gedichte vorgetragen, Vorlesungen gehalten und Workshops veranstaltet. Romantische See-Konzerte rufen den Bootsmann von Viljandi von Mitternacht bis zum Sonnenaufgang ins Leben zurück, der von den blauen Augen seiner Jugendliebe träumt. An der See-Promenade warten gemütliche Cafés auf vorbeischlendernde Besucher.

Eines der musikalischen Highlights ist sicherlich das Gala-Konzert von Ivo Linna , einem legendären Musiker Estlands. Zudem laden Sänger und Tänzer auf dem Sängerfestplatz zum gemeinsamen Singen ein, was bei den Esten sehr beliebt ist.

Eine Kulturstadt umgeben von Naturschönheiten

Viljandi und die "Folk Music" gelten als untrennbar, daher ist die Stadt regelmäßig Gastgeber mehrerer internationaler Musik-Festivals, darunter das "Viljandi Folk Music Festival", das "Viljandier Festival für Alte Musik" und das "Viljandier Gitarrenfestival", die sich großer Beliebtheit erfreuen. Nicht nur für Kulturliebhaber, sondern auch für Naturfreunde sind die beeindruckenden Schlossruinen des einst mächtigen Livländischen Ordens, die malerisch auf der Bergkuppe emporragen und von der Geschichte des Ortes erzählen, eine wichtige Sehenswürdigkeit der Gegend.

Besonders Naturliebhabern bietet die Umgebung eine hohe Erholungsqualität: Der nahe gelegen Nationalpark Soomaa mit dem mächtigsten Hochmoor Europas und Estlands größtem Binnensee, dem "Võrtsjärv", gehören zu den herausragenden Naturschönheiten des Baltikums. Ausflüge in die weitläufigen Hochmoore, Auenwiesen, Wälder und gewundenen Flüsse lassen die Besucher zur Ruhe kommen. In dem Nationalpark gelegenen Sumpfsee kann um diese warme Jahreszeit auch gebadet werden, womit der See den Ausflüglern eine angenehme Erfrischung bietet. In der sogenannten "Fünften Jahreszeit", wenn der zuvor gefallene Regen die Moorlandschaft überschwemmt, wirkt die Natur mit ihrem wilden und unberührten Anblick besonders beeindruckend. (EAS / asie)

Foto: EstonianTourist Board

 

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