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Thomas Ostermeier setzt in Russland ein Zeichen

Der Künstlerische Leiter der Berliner Schaubühne, der Regisseur Thomas Ostermeier, hat am Samstag (16. November) ein Gastspiel in St. Petersburg dazu genutzt, das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda" zu kritisieren, berichtet Queer.de.

Im Rahmen des "Winter-Festivals" im Theater der Jugend wurde der "Tod in Venedig" aufgeführt, auf Deutsch mit russischer Simultanübersetzung. Nach dem Stück betrat Ostermeier die Bühne und sagte auf Englisch, man habe im Vorfeld lange diskutiert, ob man nach St. Petersburg habe kommen sollen.

„Leute hatten, nach meiner Ansicht aus gutem Grund, Angst, hierher zu kommen, denn, wie Sie wissen: Es gibt ein neues Gesetz in Russland, und wir hatten Angst.“ Nach Lachern und Applaus aus dem überwiegend jungen Publikum fuhr er fort:

„Das ist die Reaktion, die ich von jedem bekommen habe, wenn ich mit Leuten in Russland gesprochen habe. Da gibt es großes Gelächter, und ich stimme zu: Das ist ein großer Lacher, dieses Gesetz. Trotzdem wollen wie Sie bitten, dass vielleicht beim nächsten Mal, wenn wir hierher kommen, es keinen Grund mehr gibt, dieses Gesetz zu befürchten. Weil dieses Gesetz nicht mehr existiert.“ Erneut Lacher und Applaus. Wir wollen diese Aufführung der Gay Community in Russland widmen. Vielen Dank.

Ein Teil-Mitschnitt der Rede, bei dem das Ensemble hinter dem Regisseur stand, hat sich seitdem auf Youtube verbreitet, mit russischen Untertiteln . Auch die russische Zeitung "Fontanka" berichtete von der Ansprache.

Am Sonntag (17. November) steht "Tod in Venedig", ein Koproduktion mit dem Nationaltheater der Bretagne in Rennes, erneut auf dem Programm. Im August hatte der Schaubühne-Dramaturg Marius von Mayenburg bereits eine Reise zur Premiere seines Stücks "Der Stein" in Moskau abgesagt und das in einem offenen Brief mit der Situation von Schwulen und Lesben in Russland begründet.

Seit 1999 ist Thomas Ostermeier Künstlerischer Leiter und Regisseur an der Schaubühne Berlin. Seit 2010 ist er Präsident des Deutsch-Französischen Kulturrates und Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Quelle: www.queer.de

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