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Radio Regenbogen Award 2019 mit guter Musik und starken Botschaften

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Dietmar Hopp, Ehren-Award 2019Dietmar Hopp, Ehren-Award 2019Aino Siebert, Rust

Am Freitagabend (12. April) wurde in Rust (Schwarzwald) der 82 Meter lange rote Teppich für die Persönlichkeiten aus Musik-, Show- und Medienbrance ausgerollt. Sie alle kamen um die Verleihung des Radio Regenbogen Awards zu feiern, eines der bedeutendsten Medien- und Musikpreise in Deutschland. Die Veranstaltung im Europapark Confertainment Center, der 1600 Menschen beiwohnten, war restlos ausverkauft. Die diesjährige Gala begeisterte das Award-Publikum vor allem mit starken gesellschaftlichen Botschaften.

Radio Regenbogen Ehren-Award für Dietmar Hopp

Das Publikum feierte vor allem den Ehrenpreisträger Dietmar Hopp, der für sein großartiges Engagement für die Metropolregion Rhein-Neckar ausgezeichnet wurde. Diese besondere Ehre wurde bislang nur fünf Persönlichkeiten erwiesen, unter ihnen Bundeskanzler Helmut Kohl, Außenminister Hans-Dietrich Genscher und dem Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und sowjetischem Staatspräsident Michail Gorbatschow, dem Vater von Perestroika und Glasnost.

Der ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und Europakommissar Günther H. Oettinger überreichte dem Mann, der durch seine Stiftung über 700 Millionen Euro für die verschiedensten Projekte gespendet hat, den Ehren-Award. Die Dietmar Hopp Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das aktuelles Projekt - die „Klima Arena“ in Sinsheim, in der Kinder und Jugendliche die Themenbereiche Umwelt, Klimawandel, erneuerbare Energien und Schutz der Ressourcen kennenlernen.

Minutenlang gab es herzlichen Applaus für den tief bewegten SAP-Mitbegründer, der bekannt ist für seine Bescheidenheit. "Er ist wichtig und nimmt sich doch gar nicht wichtig," betonte auch Laudator Oettinger in seiner Würdigung für den Mäzen. Lobende Worte kamen zudem per Videobotschaft aus Berlin von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: „Wenn etwas losgeht, sagt man bei uns (in Baden-Württemberg) ,allez hopp‘ – das kann kein Zufall sein. Ich sage „Chapeau“ und wünsche weiterhin viel Schaffensfreude.“

Hopp, der 1940 in Heidelberg geboren wurde, erzählte dem Publikum bewegt über seine Kindheit, der er teils in „unvorstellbarer Armut und hungernd“ verbracht hatte. Der Sohn des Lehrers und SA-Truppführers Emil Hopp wuchs mit zwei Geschwistern auf. Nach dem Gymnasium absolvierte er ein Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule in Karlsruhe, das er 1966 als Diplom-Ingenieur abschloss. Hopp erinnerte sich in seiner Dankesrede an die Anfänge der SAP. Zusammen mit vier anderen war 1972 das Softwareunternehmen gegründet worden, bis heute eines der erfolgreichsten. Damals hatte er die Erfahrung gemacht, das man mit Teamgeist und starkem Willen fast alles erreichen kann: „Optimismus muss gepaart sein mit Menschlichkeit.“ Der Vater von zwei Söhnen bedankte sich auch bei seiner Frau, die über 40 Jahren treu an seine Seite gestanden ist.

Für mehr Menschlichkeit

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff würdigte die Menschenrechts-Aktivistin Fatuma Musa Afrah, die ebenso einen Sonderpreis für ihr Einsatzbereitschaft bekommen hat: „Frauen sind der Schlüssel zur Integration,“ bringt die Preisträgerin selbst vor. Afrah flüchtete vor mehr als vier Jahren aus Kenia, wo sie als Somalierin in einem der größten Flüchtlingscamps der Welt lebte. Sie gründete den Verein „United Action“ und klärt seither geflüchtete Frauen über ihre Rechte auf.

Der beliebte Komödien-Star Carolin Kebekus („Pussy Terror“) bekam den Comedy-Award und widmete ihre Dankesrede den Frauen – sie sollten sich nicht nach dem Prinzessinen-Märchen orientieren, sondern ein selbstbestimmtes Leben führen.

Franziska van Almsick war nicht nur eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen, sondern ist auch zweifache Mutter. Seit Jahren ist ihr Herzenswunsch Heranwachsenden das Schwimmen beizubringen, denn „immer noch ertrinken zu viele Kinder“, sagte van Almsick beim Erhalt des Charity-Awards für ihre Arbeit für ihre Stiftung „Schwimmkids“. Im übrigen hat die Sportlerin ihren Lebenspartner Jürgen B. Harder bei der Radio Regenbogen Award-Verleihung in Karlsruhe vor 12 Jahren kennengelernt.

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Fotos: © Das Baltikum-Blatt, J.E.Siebert

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