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See-„Putzete“ fördert Müllberge zutage

Müll aus dem SeeVon Thomas Michael, Stuttgart

Nicht nur die Wiesenflächen in der Umgebung des Max Eyth-Sees in Stuttgart-Hofen werden regelmäßig mit Müll eingedeckt (Das Baltikum-Blatt berichtete), sondern der See selbst dient manchen Zeitgenossen wohl schon länger als wilde Mülldeponie.

Was Polizeitaucher und Mitglieder eines örtlichen Tauschsportvereines mit Unterstützung durch ein Einsatzboot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG), die am See ein Schulungs- und ein Rettungszentrum unterhält, im Laufe eines Tages (24.Juni) alleine in Ufernähe aus dem Wasser holte, reichte für einen Sperrmüll-LKW: neben Flaschen und jeder Menge Kleinmüll, der in Säcke gepackt wurde, kamen ganze Fahrräder, Gartenstühle, ein beschädigtes Boot, Reste von Rohren, Reifen, eine Mülltonne und eine stattliche Anzahl Einkaufswagen zusammen, die ein naher Supermarkt vor einigen Monaten ausgemustert hatte. Viele Teile mussten schon halb im Boden des Sees versunken gewesen sein, denn der damit zutage geförderte Bodenschlamm sorgte für üble Gerüche.

Die „Let’s putz“-Aktion war am See durch Plakataushang bekanntgegeben worden, doch die Zuschauerzahl hielt sich in Grenzen, was wahrscheinlich zum einen auf die Tageshitze, zum anderen aber auch auf das wegen Wald- und Wiesenbrandgefahr verhängte Feuer- und Grillverbot zurückzuführen sein dürfte, weshalb die gewohnten Grillparties ausblieben.

Stuttgart hat seit einigen Wochen keinen Regen mehr erlebt, sondern schwitzte unter mehr als dreißig Grad. „Putzete“ ist ein schwäbischer Ausdruck. Ein ähnlicher ist „Hocketse“ (da hocket se = da sitzen sie). Gängig ist die Putzete in Wäldern, wenn Freiwillige sich zusammentun, um Müll aus Wäldern aufzusammeln.

Foto: © Thomas Michael

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