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Polizei in Estland: Vermisster Markkus lebt nicht mehr

Letzte Bilder von Markkus aus einer SicherheitskameraLetzte Bilder von Markkus aus einer SicherheitskameraVor fast einem Jahr war in der Kleinstadt Võru im Südosten Estlands, unweit der lettischen Grenze, Markkus Ansberg spurlos verschwunden – Das Baltikum-Blatt berichtete. Jetzt hat Polizeidirektor Elmar Vaher dem Sender TV3 erklärt, dass der damals 17-Jährige höchstwahrscheinlich verunglückt ist und nicht mehr lebt.

„Wir haben Beweise, dass Markkus am Abend seines Verschwindens betrunken war, er kann deshalb verunglückt sein. Wegen des eventuellen Unfalles müssen wir davon ausgehen, dass er tot ist,“ so Vaher. „Es liegen keine Anzeichen vor, dass der junge Mann noch lebt“, fügte der Polizeichef von Võru Madis Soekarusk der Tageszeitung Postimees zufolge hinzu.

Was ist aber in dieser schicksalshaften Nacht passiert? Dafür gibt es immer noch keine Erklärungen. Die Polizei hat Spuren und Beweismaterial zusammengetragen, hat auch kriminalistische Schlüsse daraus gezogen. Die Behörde kann und will die Ergebnisse jedoch nicht kommentieren, denn sie beinhalten Informationen privater Natur. Es gibt allerdings keine Anhaltspunkte dafür, dass Markkus getötet oder verschleppt worden sein könnte.

Markkus hatte am Abend seines Verschwindens, am 24. Oktober 2015, eine Party besucht und dort reichlich Alkohol konsumiert. Das letzte Lebenszeichen von ihm kam um 00:30 Uhr, als er auf seinem Heimweg auf der Straße Räpina maantee beim Einkaufszentrum Säätumarket telefonierte. Etwa eine halbe Stunde später wurde Markkus von einer Sicherheitskamera auf der Koidula-Straße unweit des Clubs Tartu aufgezeichnet.

Obwohl Polizei und Freiwillige die nahegelegenen Orte gründlich durchkämmten, wurde der Junge nicht gefunden. Auch Markkus’ Eltern haben sich an die Öffentlichkeit gewandt und um Hinweise gebeten. Für Informationen haben sie eine Belohnung von mehreren tausend Euro ausgesetzt. Während die Ermittler nicht glauben, dass der Jugendliche ins Ausland gegangen ist, wird auch diese Option in Betracht gezogen. Markkus wird daher über Interpol gesucht.

Der Jugendliche galt seit Ende Oktober als vermisst. Im Spätherbst wird es in Estland nachts bitterkalt, es kann regnen oder schneien, und im Wald droht Gefahr durch Tiere. Wenn der Vermisste tatsächlich tödlich verunglückt ist, so wären seine sterblichen Überreste nur schwer auszumachen, man kann höchstens noch Knochen, Kleidungsstücke und private Utensilien finden. Die Polizei war tatsächlich im Wald auf Einiges gestoßen, doch es wurde keine Verbindung zu Markkus festgestellt. (Aino Siebert / Bearbeitung: Thomas Michael)

Foto: Quelle: Polizei

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