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Mafiachef Haron Dikajew vor Gericht

 

Estnischer PolizistEstnischer PolizistSchon Anfang Juni hat in Tallinn ein Gerichtsprozess gegen den Tschetschenen Haron Dikajew (50) und seine mutmaßlichen Gruppenmitglieder begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende Januar 18 Personen angeklagt. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, Mehrwertsteuerbetrügereien organisiert und damit Lettland und Litauen einen Schaden von hunderttausenden Euro zugefügt zu haben. Der Prozess wurde jedoch gleich unterbrochen, da einige der Angeklagten keine Verteidiger hatten.

Dem Staatsanwalt Vahur Verte zufolge hatte die seit August 2011 existierende kriminelle Vereinigung eine feste Struktur und eine klare Hierarchie. Ziel war es, im Schatten der strengen Konspiration verschiedene Straftaten auszuüben. Die Dikajew-Gruppierung wurde finanziert durch in Estland durchgeführte Verbrechen, an denen auch angeworbene Erfüllungsgehilfen, sogenannte Soldaten, beteiligt waren. Unter anderem haben sie auf ihren Namen Kredit- oder Teilzahlungsverträge abgeschlossen und sofern der Organisation geholfen, sich rechtswidrig Technik und Bargeld zu beschaffen.

Den Angeklagten werden zudem Gewaltanwendung, Rauschgiftdelikte, Dokumentenfälschungen und vieles Anderes zur Last gelegt. Fünf Personen sind angeklagt, weil sie, obwohl keine Mitglieder der Clique, mitgeholfen haben, mehrere illegale Operationen durchzuführen.

Wie bereits berichtet , war der Bandenchef Dikajew eng mit dem vor kurzem ermordeten Paten Nikolai Tarkanow befreundet.

Das Hauptquartier Dikajews befand sind im Tallinner Sportclub Turpal. Hier hatte der Tschetschene auch seine Büro, um seine Gruppenangehörigen für die Beratungen zu treffen. Der Chef führte seine Organisation mit extrem harter Hand. Wer aus der Reihe tanzte, musste mit brutaler Gewaltanwendung rechnen.

Dikajew stand in Estland schon im September 1995 im Zusammenhang mit dem Unterweltkrieg zwischen den Gruppen aus dem russischen Krasnodar und aus Tschetschenien vor Gericht. Damals waren drei Männer aus der Krasnodar-Gruppe verschwunden, zwei konnte die Polizei später tot auffinden. Ein Krasnodarer konnte bis heute nicht gefasst werden.

Ende September 2002 kam Dikajew erneut in Haft, weil er verdächtigt wurde, einen Befehl für die Ermordung des Mediengeschäftsmannes Witali Haitow gegeben zu haben. Nach dem sich die Verdacht nicht erhärtet hatte, kam er wieder auf freien Fuß. (Delfi, Postimees, err, asie / Bearbeitung: tmich)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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