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Fette Beute

Reisender mit Koffer - SymbolbildReisender mit Koffer - SymbolbildDie Zahl der Diebstähle in Bussen und Bahnen ist rasant gestiegen. Hinter den Entwendungen sollen Banden stecken. Die Polizei wird nicht müde den Reisenden nahezulegen, auf ihr Reisegebäck sowie auf Wertsachen aufzupassen. Die Tricks der Diebe kennen keine Grenzen. Dies zeigt auch der folgende traurige Fall, wo es den Zugdieben gelungen ist, fette Beute zu machen.

Kurz vor Einfahrt in den Frankfurter Hauptbahnhof wurde ein 58-jähriger japanischer Tourist am 16. Februar gegen 21 Uhr Opfer zweier Taschendiebe. Wie der Tourist bei der Bundespolizei angab, setzte sich während der Einfahrt in den Hauptbahnhof ein etwa 20 Jahre alter Mann ihm gegenüber und verwickelte ihn in ein Gespräch. Dies nutzte offenbar sein Komplize aus, um die Tasche, die auf dem Sitz lag, zu entwenden. Als die Person, die ihn angesprochen hatte, plötzlich aufstand, bemerkte er den Raub und versuchte den Dieb festzuhalten. Dieser stieß ihn beiseite und flüchtete aus dem Zug.

Der Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main zufolge befanden sich in der gestohlenen Tasche neben Bargeld mehrere Kreditkarten, eine hochwertige Videokamera sowie das Flugticket zurück nach Japan. Den Gesamtschaden bezifferte der Geschädigte auf etwa 7500 Euro.

Seitens der Bundespolizei wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, doch erfahrungsgemäß gibt es wenig Hoffnung, die Täter zu fassen. Gegen die Tricks der Gauner hilft nur eines – die Bagage nicht aus der Augen zu lassen oder sie zu sichern und Wertsachen wie Geld, Reisepass, Bankkarten, Tickets sowie wichtige Arzneimittel in der Kleidung zu verstauen.

Reisende müssen sich selbst möglich gut schützen

Koffer, so die Polizei, lassen sich relativ einfach schützen, indem der Reisende ihn beispielsweise mit einem Fahrradschloss am Gepäckfach festkettet. Es wird zudem dringend vor Menschen gewarnt, die Reisenden beim Schleppen von Bagage helfen wollen. Dies sei ein beliebter Trick, um das Gepäck zu stehlen.

Ein zunehmendes Problem in Bahnen sind auch Taschendiebe. Sie stoßen andere Reisende oder kippen ihnen ein Getränk über die Kleidung und versuchen dabei, an die Wertsachen zu kommen. Die Bahn empfiehlt, sich aus allen Drängeleien beim Einsteigen in den Zug oder bei der Platzsuche herauszuhalten und lieber zu warten. Verbrecher nutzen gerade die Zeit des Ein- und Aussteigens aus, um Beute zu machen.

Diebe auch an den Haltestellen der Fernbus-Linien

An den Fernbus-Haltestellen mischen sich Kriminelle unter die Menge und nutzen einen Moment der Unachtsamkeit, um sich einen Gepäckstück zu schnappen. Da die Busunternehmen selten Gepäckzettel ausstellen, bleiben die Fahrgäste auf ihrem Schaden sitzen. Nur bei einem Unfall oder grober Fahrlässigkeit werden die Schäden ersetzt. Oft kann hier die Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr, kurz SÖP, in Berlin behilflich sein. Die Mitfahrenden können in der Regel die Hälfte des Wertes ihres Gepäcks ersetzt bekommen. Hilfreich sei, so die SÖP, die Taschen oder Koffern vor der Abfahrt zu fotografieren. Die Stiftung Warentest rät von den meisten Reisegepäck-Versicherungen ab, denn sie springt oft nicht ein. Hier kann wieder eine Hausratversicherung, in der eine Gepäckversicherung eingeschlossen ist, helfen. Viele Versicherungsscheine enthalten auch den Schutz gegen Diebstahl während der Urlaubstage.

Auch im Bus gilt – alle Wertsachen und Medikamente sollte man in einer Handtasche mit an Bord nehmen oder an der Körper tragen.

Unsere Redaktionsmitglied Thomas Michael berichtet, dass in Frankfurt am Main und in anderen großen deutschen Metropolen Bahnhöfe auch von Bettlern frequentiert werden, die durch wartende Züge laufen oder wartende Reisende ansprechen mit dem Vorwand, Bargeld für eine Fahrkarte zu benötigen. Sie geben einen festen Betrag an, der ihnen angeblich noch fehlt, und korrigieren ihn sogar, wenn sie etwas bekommen haben. Dies ist eine besondere Art des Bettelns, weil die Reisenden über den Zweck getäuscht sprich betrogen werden. (asie/tmich)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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