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Schwedische Trolle belästigen Redaktionen

 

In Schweden wurde eine sogenannte „Trollfabrik“ gegründet, deren Ziel es ist, Journalisten bei ihrer Arbeit zu belästigen. Die Methode von Granskning Sverige ist es einfache Menschen zu rekrutieren, die in den Redaktionen anrufen und mit Mitarbeitern über russische Politik oder Flüchtlinge diskutieren sollen. Darüber berichtet das Blatt Eskilstuna Kuriren. Der Name der provokativen Netzpräsenz spielt auf die renommierte Rechercheplattform des schwedischen Fernsehens SVT „Uppdrag Granskning“ („Auftrag Recherche“) an. Ziel dieser Netzpräsenz ist es nach eigenen Angaben, über Themen zu diskutieren, die in den Medien keine Aufmerksamkeit finden.

Doch die Anrufer, die im Namen von Granskning Sverige telefonieren, benutzen erfundene Namen, sie reden in einem aggressiven Ton und zeichnen die Telefongespräche auf, um sie dann später auf der Website von Granskning Sverige, deren YouTube-Kanal und in den anderen sozialen Medien zu verbreiten.

Ein Journalist von Eskilstuna Kuriren wollte wissen, wie die Arbeit der Trolle konkret aussieht. Er richtete sich eine eigene Internetseite ein und bot Granskning Sverige an, für sie tätig zu werden. Prompt bekam er die Liste der Fragen, die er bei seinen Anrufen in den Redaktionen stellen sollte.

Wer hinter diesem neuen Projekt steht, ist nicht bekannt. Fest steht - die noch unbekannte Person hat jedoch sowohl Geld als auch einen konkreten Plan. Die Anrufer bekommen als Honorar rund 105 Euro, wenn ihr Beitrag auf YouTube mehr als 3000 Mal angeklickt wird.

Eskilstuna Kuriren gab bekannt, im Jahr rund hundert Hassgespräche zu erhalten. Die Zeitung konnte bei ihren Nachforschungen herausfinden, dass das Trollenunternehmen eine Verbindung zu dem rechtsradikalen schwedischsprachigen Nachrichtenportal Fria Tider hat. Beide Server sind bei der gleichen Aktiengesellschaft in Estland registriert. (asie/tmich)

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