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Paukenschlag in Estland: Vorstandschef des Senders Tallinn-TV vorläufig festgenommen

Am Morgen des 7. Dezember hat die estnische Zentralkriminalpolizei den Vorstandschef des lokalen Senders Tallinn-TV, Toomas Lepp, festgenommen. Mit ihm wurden drei weitere Mitarbeiter des Fernsehkanals verhaftet. Unter ihnen soll dem Nachrichtenportal Delfi zufolge auch das frühere Vorstandsmitglied des estnischen Journalistenverbandes (Eesti Ajakirjanike Liit, kurz EAL), der Meinungsredakteur Mart Ummelas, sein. Ummelas sorgte regelmäßig, offensichtlich unter Alkoholeinfluss, wegen seiner in vulgärer Sprache verfassten, unberechtigten und nicht belegbaren Anschuldigungen in den sozialen Medien sowie den Kommentarspalten der Zeitungen für Schlagzeilen.

Dem Festgenommenen wird Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen. Tallinn-TV wird von Steuereinnahmen der Bürger der estnischen Hauptstadt finanziert. Da seit Jahrzehnten in Tallinn die linksorientierte prorussische Zentrumspartei (Keskerakond) regiert – dabei lange unter der Führung von Edgar Savisaar –, ist das Hauptstadt-Fernsehen mit Anhängern dieser Fraktion besetzt.

Zur Zeit führen die Ermittler die Hausdurchsuchungen bei den Festgenommenen durch. Die Beamten haben auch deren Arbeitsplätze im Visier.

Toomas Lepp wird vor allem verdächtigt, an die mit ihm verbundenen Firmen Geld aus der Kasse von Tallinn-TV für weder bestellte noch erbrachte Dienstleistungen überwiesen zu haben. Somit sei ein Schaden in Höhe von rund 200.000 Euro entstanden.

Die Ermittlungen führt die Korruptionsabteilung der Zentralkriminalpolizei unter der Führung des Bezirksstaatsanwaltes Nord durch.

Tallinn-TV steht seit Jahren wegen seiner prorussischen Propaganda und der Werbung für die Zentrumspartei in der öffentlichen Kritik.

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