Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Das Freie Radio für Stuttgart feiert sein Zwanzigjähriges

Sendestudio des FRSSendestudio des FRSVon Thomas Michael, Stuttgart

Das nichtkommerzielle Freie Radio für Stuttgart (FRS) hat am Samstag 24. September sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert – genauer: das zwanzigste Jahr seit Sendebeginn, denn der Förderverein wurde bereits am 1. September 1993 gegründet. Schönstes Herbstwetter sorgte für gute Stimmung unter den zahlreichen Gästen, die sich nicht nur auf dem Hof tummelten, sondern auch die Räumlichkeiten und Studios besichtigen konnten. Einziger Dämpfer war eine Beschwerde eines unnachsichtigen Nachbarn, der trotz langfristiger Ankündigung des Festes wegen des Tonpegels der Hofbühne die Polizei rief, sodass die Bands, die am Abend nacheinander mit kurzen Auftritten angesagt waren, ins Foyer ausweichen mussten.

Mit der mit nur 100 Watt vom damaligen Postgebäude am Schlossplatz (dem tiefstgelegenen Ort der Innenstadt!) aus strahlenden Frequenz von 97,2 MHz ging es am 28. September 1996 auf Sendung. Erreicht wurden der Talkessel, einige Stadtrandbezirke und Teile Fellbachs. Das Funkhaus befand sich in beengten Räumlichkeiten eines Halbuntergeschosses im Stuttgarter Süden. Das Gebäude erwies sich indes als ungeeignet, zumal die Bausubstanz die nötige Schalldämmung zu den Obergeschossen nicht gewährte. Mieter der Wohnungen beklagten sich über diesen Umstand, sodass neue Räume gesucht werden mussten. Das FRS zog im April 2001 in die Rieckestraße nähe dem Stöckachplatz, wo die Zimmer auch eine Nummer größer waren. Dort kündigte aber im März 2013 der Vermieter, doch der zweite Umzug im Sommer 2013 in die heutigen Räumlichkeiten ging nur wenige Häuser weiter, wo der Sendebetrieb am 25. September aufgenommen wurde.

2003 bekam der Sender die neue Frequenz 99,2 MHz und 300 Watt Sendeleistung vom Kraftwerksschlot in Stuttgart-Münster aus. Die Reichweite erhöhte sich dadurch beträchtlich: im Osten bis Schorndorf, im Norden teilweise bis Ludwigsburg und entlang des Neckars Richtung Esslingen bis an die Stadtgrenze. Nur in Richtung Böblingen und Plochingen erlaubte die ungünstige Topographie keine nennenswerte Besserung.

Aber jeder Umzug brachte den Vorteil größerer Räumlichkeiten mit sich: das heutige Funkhaus in der Stöckachstraße 16a beherbergt neben Sende- und Vorproduktionsstudio einen größeren Raum für öffentliche Veranstaltungen, einen Seminarraum und separate Räume für Büro und Technikwartung.

Anfangs musste sich das FRS seine Sendezeit mit dem griechischen Sender Radio Kormista sowie von 2004 bis 2010 mit einem Hochschulsender teilen; Letzterer bedingte einen Sendezeitverlust von 32 Stunden pro Woche und einen Verlust von Fördergeldern der Landesanstalt für Kommunikation in Höhe von 7200 Euro. 2010 bekam das FRS die letztere Sendezeit zurück, und heute sendet er rund um die Uhr. Ist das Studio einmal nicht besetzt, so läuft die sogenannte Endlosdisk – heute eine Audiodatei. Schließlich sind viele sendenden Mitglieder erwerbstätig, sodass insbesondere werktagvormittags der aktive Sendebetrieb ruht. Das gibt freilich der Techniktruppe Gelegenheit zu Wartungsarbeiten.

Neben der terrestrischen Frequenz ist das FRS auch im Stuttgarter Kabelnetz auf 102,1 MHz zu empfangen, dazu im Internet unter www.freies-radio.de .

Eine detaillierte Chronik des FRS kann im Internet nachgelesen werden.

Foto: © Thomas Michael

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.