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Litauische Jugendliche auf Diebestouren

 

Leidendes Kind  - SymbolbildDie Recherchen von Westdeutschen Rundfunk (WDR) und Süddeutscher Zeitung (SZ) brachten ins Tageslicht, dass die litauische Jugendliche aus bedürftigen Familien von Kriminellen unter Gewaltdrohung gezwungen werden, in Deutschland auf Diebestouren zu gehen. Falls Heranwachsende dies verweigern, werden sie misshandelt oder mit Drohungen unter Druck gesetzt. Das Bundeskriminalamt (BKA) spricht von einem System der Gewalt und geht von einem „großen Dunkelfeld“ aus: Die Zahl minderjähriger Zwangskrimineller ist deutlich höher als in der Kriminalstatistik angegeben wird.

Das Journalistenteam erzählt von Fotos, die den Ermitteln der Kriminalpolizei in Essen (Nordrhein-Westfalen) zur Verfügung stehen. Auf der Bilder sollen sollen gefesselte und geprügelte Jugendliche abgelichtet sein, einer der schwer Misshandelten liegt in seinem eigenen Blut. Den Beamten ist es zudem gelungen, Telefonate zwischen den Bandenführern mitzuschneiden. Im einem Gespräch wird darüber diskutiert, wie ein Junge zu züchtigen ist, wenn er sich weiterhin weigert, stehlen zu gehen.

Wie bei der Erwachsenenkriminalität üblich, werden auch den Kindern die Ausweise abgenommen. Wer seine Karriere als Dieb beenden will, muss sich freikaufen und zudem einen Nachfolger beschaffen.

Die katholische soziale Hilfsorganisation Caritas in Litauen versucht Kindern beizustehen, die gezwungen waren, für die kriminellen Gruppierungen im Ausland zu arbeiten. Man spricht dort über rund 30 Minderjährigen, die nun psychologischen Beistand brauchen. Laut Caritas ist die Zahl der für Diebstähle missbrauchten Kindern steigend. Die junge Zwangsarbeiter werden in der Regel im sozial-schwächen Stadtteilen angesprochen.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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