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"Wir haben nur die Straße"

Das Buch "Wir haben nur die Straße"Ohne den Mut und die Handlungsklugheit von DDR-Bürgerrechtlern und Oppositionellen während den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989 und 1990 hätte die friedliche Revolution einen anderen Verlauf genommen. In vielen Beiträgen ermutigten die Redner in ihren Ansprachen auf der Straße die Demonstranten, nicht nur entschlossen gegen Repression und Entmündigung einzutreten, sondern sich vor allem friedlich für den Wandel der Gesellschaft einzusetzen. Von den Straßen Leipzigs (und Plauens und Dresdens und denen anderer Städte) führte ein direkter Weg zu den demokratisch gewählten Vertretungen am Ende der DDR, bevor diese hinwegvereinigt wurden.

Jetzt haben Achim Beier und Uwe Schwabe vom Leipziger Archiv Bürgerbewegung viele dieser Reden in ihrem neuen Buch "Wir haben nur die Straße" Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen '89/90 als Dokumentation zusammengestellt. Dazu gibt es Fotos und übersichtliche Chroniken. In Archiven von Fernseh- und Radiosendern konnten die Bürgerrechtler 93 von insgesamt 127 Ansprachen zwischen Oktober 1989 bis März 1990 ausfindig machen.

„Unsere Recherchen waren schwieriger als gedacht“, gestehen die Herausgeber des Bandes in der Leipziger Volkszeitung. Wie schwierig dies genau war, wird aus dem Vorwort von Tobias Hollitzer ersichtlich, der nicht nur zur Quellenlage spannende Hinweise gibt. Die mühsame Arbeit sollte mit einer kleinen Sensation belohnt werden - auf einer CD wurden dem Buch zwei bislang unveröffentlichte Redebeiträge beigefügt. Es handelt sich um Aufnahmen einer SED-Parteisitzung am Vormittag des 9. Oktober 1989 im Leipziger Rathaus und die Einweisung für die zum Einsatz kommende Genossen in der Nikolaikirche am Nachmittag.

Vom Freistaat Sachsen gefördert und vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen durch eine Garantieabnahme für die politische Bildung unterstützt, soll die Publikation als Orientierung in der Gegenwart helfen. "Man kann diese Reden heute als Energieimpuls für demokratische Verhaltenslust annehmen. Die gewaltlose Radikalität ihrer Protagonisten veränderten einen Staat, weil sie ihre berechtigte Unzufriedenheit nicht im Wutbürgerdasein konservierten", kommentiert Lutz Rathenow, Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Am 19. März 2016, werden die Herausgeber Uwe Schwabe und Achim Beier um 18 Uhr ihr Buch im Programm der Leipziger Buchmesse im Museum in der Runden Ecke präsentieren.

Achim Beier/Uwe Schwabe (Hg.)
»Wir haben nur die Straße« www.mitteldeutscherverlag.de

Die Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90
Eine Dokumentation
Mit einer Einführung von Tobias Hollitzer

Mitteldeutscher Verlag
ISBN 978-3-95462-606-9
Preis 19,95 Euro

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