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Neue Aufregung im Vatikan

Gianluigi Nuzzi auf der internationalen JournalismusfestivalGianluigi Nuzzi auf der internationalen JournalismusfestivalAuf der Büchermarkt gibt es viele Bücher über Machenschaften des Vatikans. Aktuell sind zwei Enthüllungsberichte dazu gekommen: Die italienische Journalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi beschuldigen die katholische Kirche der Verschwendung des eingenommenen Geldes und wirtschaftlichen des Missmanagements. Als Beleg für ihre Behauptungen zitieren die Autoren aus Dokumenten des vatikanischen Geheimarchivs. Sie bringen unter anderem vor, dass einige Geistliche mit Spendeneinnahmen den eigenen komfortablen Lebensstil finanzieren.

Klerikale Whistleblower verhaftet

Wie der Pressesprecher des Vatikans, Federico Lombardi laut Medienberichten bekannt gab, will der Kirchenstaat die neue Enthüllungen nicht in Kauf nehmen und hat gegen die Autoren wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat Ermittlungen eingeleitet. Bereits im November waren wegen des neuen Datenlecks der spanische Priester Lucio Ángel Vallejo Balda und die frühere Papstvertraute Francesca Immacolata Chaouqui inhaftiert worden. Beide werden der Weitergabe vertraulicher Dokumente besichtigt. Es wird zudem von einem schweren Vertrauensbruch gegenüber dem Papst gesprochen. Zur Zeit wird nach eventuellen weiteren Komplizen der Journalisten im Vatikanstaat gesucht.

Luxuriöses Leben, finanziert durch die Gläubigen

Gianluigi Nuzzi arbeitet für die italienische Zeitschrift Panorama sowie die Zeitungen Il Giornale und Corriere della Sera. Seit 1994 verfolgt er Polit- und Finanzskandale in Italien. 2009 beendete er das Buch „Vatikan AG“, das auch in Deutsch erschienen ist. 2012 wurde sein Werk „Seine Heiligkeit“ veröffentlicht. Dieses trug entscheidend zum Vatileaks-Skandal bei, da darin vertrauliche Dokumente direkt aus dem Vatikanstaat publiziert wurden. Im November kam das neues Buch „Alles muss ans Licht“ (in Englisch: „Merchants in the Temple“) auf dem Markt, in welchem der Autor Geldgier im Kirchenstaat, Missmanagement, eine konfuse Buchhaltung, fragwürdige Einnahmen bei Selig- und Heiligsprechungen, Widerstand gegen den von Paps Franziskus 2013 berufenen Kommission für finanzielle Reformen sowie Fälle von Bereicherung und Vertrauensbruch im Vatikan verurteilt.

Nuzzi berichtet, dass dem Vatikan jährlich Millionen Euro an Mieteinnahmen aus seinem erheblichen Immobilieneigentum verloren gehen, weil einige Geistliche mit Mietrabatten bis zu 100 Prozent unter dem Marktdurchschnitt begünstigt werden. In der Vatikanbank, die seit langem in der Kritik steht, sollen es immer noch Konten von verstorbenen Päpsten wie Johannes Paul I. Und Paul IV. mit beachtlichen Habensummen geben.

Foto: Wikimedia Commons Flickr. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0

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