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Musik gepaart mit Natur - Schlosskonzerte der Philharmonie Baden-Baden

Philharmonie Baden-BadenPhilharmonie Baden-BadenVon Aino Siebert, Neuweier

Warum nach Süden reisen, wenn es auch in Deutschland Romantik im Überfluss gibt? Zum Beispiel in Neuweier auf der Gemarkung von Baden-Baden im Nordschwarzwald. Hier, am Fuße des Ybergs ruht das Auge auf dem malerischen Landstrich und den gepflegten, reichlich mit Blumen geschmückten Fachwerkhäusern. Auch ein Bächlein plätschert durch das Weindorf, gesäumt von farbenfrohen Blütentrieben. Das Schloss Neuweier wurde als Wasserburg im 12. Jahrhundert erbaut. Das Bauwerk wurde während der Kriege immer wieder zerstört, durch Wiederaufbau sind heute unterschiedliche Stilelemente, von der Gotik bis zu Renaissance, zu beobachten.

Am Samstag, 29. Juni fand im Hof des eleganten Palais´, zwischen den steilen Hänge des Reblandes unter der Leitung von Manfred Obrecht das Schlosskonzert der Philharmonie Baden-Baden statt. Die Schlosskonzerte Neuweier haben einen langen Tradition und sind im Sommer fast ein Muss für die Liebhaber der klassischen Musik.Harfenistin Cynthia OppermannHarfenistin Cynthia Oppermann

Konzert unter freien Himmel

Schon vor der Veranstaltung füllte sich der natürliche Konzertsaal mit Besuchern. Das Wetter spielte wunderbar mit. Man gönnte sich Dank der Gastfreundschaft der Familie Schätzle einen guten Tropfen und plauderte mit den Bekannten oder mit der Orchestermitgliedern. Den preisgekrönten Hornisten Ivo Dudler konnte man sogar am Rande des Weinberges beim Proben belauschen. Eine besondere Stimmung, die zu ahnen ließ, dass der Abend perfekt sein wird.

Mit Einbruch der Dunkelheit, noch bevor die Overtüre der Oper „Il Barbiere di Siviglia von Gioacchino Rossini (1792-1868) über dem kleinen Schwarzwald-Dorf erklang, führte Berth Wesselmann das Publikum in das Abendprogramm ein und begleitete auch später den Open-Air-Event mit informativen Beiträgen über die Kompositionen.

Raffiniertes Programm

Das Programm war raffiniert aus Stücken von bekannten und fast unbekannten Komponisten zusammengestellt. Besonderes zu erwähnen wäre „Libertango“ von Astor Piazzola (1921-1992), eine Hommage für den Tango, der nicht nur als Tanz, sondern auch als Musikrichtung verstanden wird. Viele von Piazzollas Kompositionen sind nicht im traditionellen Sinne tanzbar, sondern in erster Linie Musik zum Zuhören. Im übrigen: Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Tango in verschiedenen Formen von Buenos Aires aus in der gesamten Welt verbreitet und gehört seit September 2009 zurecht zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit, der UNESCO.

Ivo Dudler (Horn) und Manfred Obrecht Ivo Dudler (Horn) und Manfred Obrecht Ein weiteres Highlight war das Spiel von Ivo Dudler, Schuncke-Preisträger von 2018. Das Konzert für Horn und Orchester Nr. 4 KV 495 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) brachte das Publikum zum Glühen, seine Solo wurde von Publikum mit einem herzlichen Beifall belohnt.

Carmen von Georges Bizet (1838-1897) ist eine der beliebtesten und weltweit meist aufgeführten Opern. Ihr Komponist hat die Uraufführung, die ein Misserfolg war, nicht mehr erlebt. Das Musikstück setzte sich jedoch flott an allen großen Bühnen durch und es war in Neuweier ebenso ein Genuss aus den Suiten Nr. 1 und Nr. 2 zu hören.

Auch das Werk von Franz von Suppé (1819-1895), die Ouvertüre der Operette „Dichter und Bauer“, war ein Erfolgsgarant. Es begann mit zarten Tönen von Kontrabass, Cello und Harfe, welche die Gehörgänge des Publikums hofierten. Die Harfensolo spielte Cynthia Oppermann, die seit 1983 in Deutschland lebt. Das besondere Interesse der gebürtigen Amerikanerin, die ihre Wahlheimat in Baden-Baden gefunden hat, gilt Werken, denen die Harfe Kraft und Kontur gibt.

Der schöne Musikabend ging zu Ende mit der Polka von Johann Strauss Sohn (1825-1899) „Unter Donner und Blitz“. Die Polka wurde für den Faschingsball der Künstlervereinigung Hesperus geschrieben und bei dieser Veranstaltung am 16. Februar 1868 im Dianabad-Saal auch uraufgeführt. In dem Werk beschreibt der Komponist musikalisch ein Sommergewitter, das zum Glück am diesem Abend dem Schwarzwald fern blieb. Bis heute zählt es zu den bekanntesten und beliebtesten Kompositionen und war demgemäß ein gutes „Schlusswort“.

Schloss NeuweierSchloss Neuweier

Lang anhaltender Applaus bezeugte, dass das Konzert nach dem Geschmack des Publikums war. Für den Heimweg nahmen die Musikliebhaber die einschmeichelten Klänge mit, die bestimmt noch zu Hause nachhallten.

Das Konzert war organisiert in Kooperation mit Baden-Baden Events und der Michael-Schucke-Stiftung.

Mehr Informationen über das Orchester: www.philharmonie.baden-baden.de

Fotos: Das Baltikum-Blatt/Werner Siebert

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