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Estnische und litauische Künstler bei „Trofejas“

 

Schmuck aus der Luminée JewellerySchmuck aus der Luminée JewelleryVon Ülo Salm, Berlin

Die aus Litauen stammenden Giedre Bartelt zeigt in ihrer Galerie „Trofejas“ in der Wielandstraße in Berlin-Charlottenburg immer wieder Kunst und Kunsthandwerk aus dem Baltikum, meist aus Litauen und Estland. Im vergangenen März wurden Grafiken, Kollagen und Designerschmuck aus Estland und Litauen gezeigt, weiterhin – wie schon vor einem Jahr – aus sibirischer Birkenrinde hergestellte Gebrauchsgegenstände (darüber hatten wir am 11. März 2018 berichtet).

Die in Tallinn lebende und arbeitende Marita Lumi hat aus Anlass des 100. Jahrestages der Gründung der Republik Estland unter der Bezeichnung „Jungle“ eine Wander- ausstellung in verschiedenen Städten organisiert. Ihre Arbeiten entstehen in verschiedenen Techniken, wie Silberguss, 3D-Druck, Beflockungen und elektrolytischen Kupferbeschichtungen. Lumi befasst sich in ihren Werken mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur und den Parallelen zwischen menschlicher Zivilisation und der Welt von Pflanzen und Tieren. Der direkte Kontakt zur Natur ist ein wichtiger Teil der estnischen Kultur und Lebensart, verbunden mit einer wundervollen Sagenwelt.

Die Künstlerin arbeitet bereits an neuen, kommenden Ausstellungen. Für die Abschlussschau im Juli 2019 wird sie etwa 30.000 Schmucksteine verarbeitet haben.

Madli Kiri, die ebenfalls in Tallinn arbeitet, zeigt grafische Collagen, die sich an einigen Küstenstädten Estlands orientieren und als imaginäre Theaterbühnen fungieren. Gebäude und menschenleere Landstriche bilden eine ruhige Kulisse.

Von der Litauerin Gabriele Vingraite aus Kaunas sind Filmplakate der Filmas Kaunas zu sehen, die ein außerordentlich breites Spektrum künstlerisch gestalteter Plakate in modernem in teils gegenständlichem, teils abstraktem Design zeigen.

Von der in Vilnius lebenden Rima Blazyte sind farbige holzschnittartige Grafiken zu sehen,, die oft die Beziehung Mensch/Tier in den zeitlichen Ablauf von Geschehnissen stellen, wie etwa ein Wolf vor dem Hintergrund symbolisch dargestellter Mondphasen friedlich ein Kleinkind trägt, als wäre es sein Junges.

Immer wieder erregen die Gebrauchsgegenstände aus dem faszinierenden Material sibirischer Birkenrinde besondere Aufmerksamkeit. Die aus Sibirien stammende, in Berlin lebende und arbeitende Anastasiya Koshcheeva ist eine junge Frau, die es verstanden hat, eine uralte sibirische Handwerkstradition wieder zum Leben zu erwecken. Aus dem unverwüstlichen Material entstehen Aufbewahrungsgefäße für den Haushalt und Einrichtungsgegenstände, deren Palette ständig weiterentwickelt wird – zu finden unter dem Label MOYA.

Foto: Marita Lumi – Luminée Jewellery Facebook

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