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„Apfelausstellung“ in der estnischen Botschaft

Kamille SabreKamille SabreVon Ülo Salm, Berlin

Am 19. März wurde in der Botschaft Estlands eine Ausstellung mit dem Titel „Ein Apfel wie eine Estin/ein Este“ eröffnet. Die estnische Malerin Kamille Saabre hat in den USA und sehr lange in der Schweiz gelebt, jedoch ihre endgültige Heimat in Tallinn gefunden. Trotz ihres polnischen Großvaters, ägyptischen Vaters und ihres schweizerische Ehemannes hat die Künstlerin ihre dauerhaften estnischen Wurzeln in Tallinn gefunden.

Warum malt sie Äpfel? Hier sei ein Zitat gebracht:
Wir alle haben irgendeine Erinnerung, die mit einem Apfel verbunden ist. Sogar wenn die Bauernhöfe verfallen und die Menschen weggezogen sind, ist der Apfelbaum immer noch da und erinnert uns an den Heimatort. Der Apfelbaum gibt nicht auf, er trägt Blüten und danach Früchte, sogar wenn niemand sich um ihn mehr kümmert. Der Apfelbaum ist zäh – so wie das estnische Volk.

Kamille Saabre ist nicht nur sympathisch, sondern verfügt auch über großen natürlichen Charme und Lebensklugheit. Dies kommt in dem Motto zum Ausdruck, das sich auf ihrer Webseite findet, allerdings in englischer Sprache, weshalb eine (etwas freie) Übersetzung gestattet sei:
    Stell Dir vor, dass jeder Tag Dich nicht älter macht, sondern reifen lässt,
    er Deine Gesundheit nicht leiden lässt, sondern den Gewinn von Erfahrung garantiert,
    nicht Energie von Dir abzieht, aber erfüllt ist mit Inspiration,
    er Ideale nicht sterben lässt, hingegen Dir aber Gründe für Glauben gibt.

Die großen und im Format alle gleichen Bilder, die in der Botschaft noch lange zu sehen sein werden, zeigen naturalistische „Portraits“ von vielen verschiedenen Äpfeln, dekorativ und ästhetisch. Den einfühlsamen Betrachter bringen die Malereien zurück zur Natur, zum ländlichen Raum und vielleicht auch zu Kindheit. Eine ungewöhnliche, emotional berührende und schöne Ausstellung.

Foto: Kamilla Saabre Screenshot

 

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