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Die Redaktion des Baltikum-Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Osterfeiertage


Unkonventionelle Bilder in einer unkonventionellen Galerie

 

Bilder von Kennet Lekko im Green House BerlinVon Ülo Salm, Berlin

In der vergangenen Adventszeit gab es im „Green House Berlin“, einem Künstlerhaus in der Gottlieb-Dunkel-Straße 43, in der „Greenhouse Gallery“ im 8. Obergeschoss eine beeindruckende Ausstellung mit Bildern des jungen estnischen Künstlers Kennet Lekko. Leider lief die Ausstellung nur eine Woche (8. bis 15. Dezember 2018).

Das reiche Platzangebot in den Galerieräumen war auch weidlich ausgenutzt. Es wurden sage und schreibe 88 Bilder präsentiert. Beim Eintritt in die Ausstellungsräume erlebte der Verfasser zunächst einen gelinden Schock, nicht nur angesichts der Vielzahl der Bilder, sondern auch wegen ihrer Farbintensität und der rücksichtslosen und einen sensiblen Betrachter fast aggressiv anspringenden Darstellungen. Lekko arbeitet überwiegend mit ungemischten Farben und und gibt sich keine Mühe, die Empfindungen der Zuschauer, sofern diese eher den konventionell gehaltenen Kunstwerken zugeneigt sind, zu schonen.

Der Künstler ist weit entfernt von zarter Pinselstrichführung. Die Darstellungen sind meist recht kräftig und fast grob. Aber nur auf diese Weise gelingt es ihm, seine Aussagen glaubhaft auf die Leinwand zu bringen. Das ist ihm geglückt.

Auf den ersten Blick erscheinen seine Werke überladen mit einer wilden Zusammen- stellung einzelner Bilder und Symbole, entnommen den verschiedensten Epochen, von der antiken Klassik bis in die Popart der Gegenwart. Beschäftigt man sich jedoch mit Lekkos Malereien länger und intensiver, merkt man, dass er der Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Der Betrachter realisiert, dass sich hinter einer harmonischen und glücklichen Fassade oft dunkle Welten verbergen.

Lekko hat seiner Ausstellung den Titel „Too much love makes bad porn“ gegeben. So heißt auch eine seiner Bilder. Die Betrachter werden dies unterschiedlich interpretieren. Für den Verfasser ergibt sich die Aussage, dass Pornographie die Liebe tötet bzw. sich beides nicht verträgt. Das ist aber nur eine der vielen Aussagen, zu denen jeder Zuschauer selber finden muss.

Alle ausgestellten Bilder, die mit Acrylfarben gemalt sind, stammen aus den Jahren 2016-2018. Sie wurden dankenswerter Weise so präsentiert, dass man anhand einer grafischen Darstellung die durchnummerierten Werke mitsamt den dazugehörigen Angaben leicht und „benutzerfreundlich“ betrachten und zuordnen konnte.

Der erst 23-jährige Lekko ist ein junges Talent mit großem Potenzial und Zukunftsplänen, die ihn noch weit über seinen gegenwärtigen Wohnsitz Berlin führen werden. Seiner zweijährigen Ausbildung an der Kunsthochschule in Tallinn ließ er noch ein Studium an der Berliner Universität der Künste folgen. Derzeit lebt und arbeitet er in Berlin, trägt sich aber schon mit dem Gedanken, in die USA zu gehen, um dort zu arbeiten und sich weiter zu bilden.

Dem Interessierten sei anempfohlen, sich im Internet folgenden Seiten zuzuwenden:
www.artitious.com/de/artist/kennet-lekko
www.kaltblut-magazin.com/artist-of-the-week-kennet-lekko.
Dort sind zahlreiche und repräsentativen Bilder des Künstlers zu sehen.

Fotoquelle: https://artitious.com/de/artist/kennet-lekko/

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