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Nichts wie es scheint

Meeresbild von Jochen HeinMeeresbild von Jochen HeinVon Thomas Michael, Stuttgart

Am Freitag 22. September wurde in der Galerie Thomas Fuchs im Stuttgarter Westen eine Ausstellung des 1960 in Husum geborenen Malers Jochen Hein eröffnet.

Die durchgehend schwarzweißen Bilder erscheinen zunächst wie mit grobkörnigem Film erstellte Fotografien. Erst bei näherem Hinsehen entpuppt sich das vermeintliche Foto als Gemälde. Hein übergießt den aufwendig vorbereiteten Maluntergrund mit Farbhäuten. Anschließend schleift er an einigen Stellen Farbe ab oder trägt frische Farbe auf. Da er die Leinwand vor sich auf den Boden legt, kann er die täuschend echt wirkenden Lichtreflexe dadurch erzeugen, dass er weiße Farbe mit dem Pinsel auf die Leinwand schleudert, ohne dass die Farbe ungewollt wegfließt.

Die Bilder zeigen Waldlandschaften im Sonnenlicht, Menschen (Titelbild) oder Meeresimpressionen. Ganz anders wirken dagegen die „haarigen“ Bilder: täuschend echt wirken die nachempfundenen Impressionen von Haartrachten (Rückansichten von Frauenfrisuren), an denen der Künstler mehrere Tage arbeitet. Die Haare entstehen durch Abkratzen zuvor aufgebrachter schwarzer Farbe mit dem Fingernagel oder einer feinen Messerspitze.

Die Ausstellung in der Reinsburgstr. 68a (Ecke Hasenbergstr.) ist Di-Fr 13-19, Sa 11-16 Uhr geöffnet. Die aktuelle Ausstellung ist noch bis 4. November zu sehen. VVS: alle S-Bahnen, Station Feuersee, Ausgang bergseits.

Foto: © Thomas Michael

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