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Namenlose Gesichter

Am Freitag 4. August wurde in der Galerie Thomas Fuchs in Stuttgart eine Ausstellung des 1978 in Catania geborenen italienischen Malers Alfio Giurato eröffnet. Sie zeigt eine Reihe Arbeiten, die durch Anonymität und eine gewisse Tristesse auffallen. Die Menschen, die zumeist zu mehreren erscheinen, sind gesichtslos, die Hintergründe können vereinzelt von Trübsal zeugen. Die Bilder „drücken jedoch ein großes Maß an Sensibilität aus“, steht im Begleitblatt der Ausstellung.

Das aus drei nebeneinander aufgestellten Wandtafeln zusammengesetze „Prime luci“ [Erstes Licht] zeigt sechs Personen vor einer hellgrauen Wand. Es könnte ein durch eine triste Baustellenwand verengter Bahnsteig mit provisorischer Beleuchtung von rechts oben sein, auf dem die sechs Personen auf den Zug warten, der offenbar schon in Sicht ist, denn eine Person scheint ihm entgegenzuschauen. „Coppia“ könnte eine Krankenschwester und einen in Grau gekleideten Arzt darstellen, oder es könnte eine Filmszene mit einer Mutter sein, die ihren Sohn irgendwohin verabschiedet. Sehr bedrückend wirkt „Conversazione 2“ – es sieht aus wie zwei Gefangene in ihrer gemeinsamen Zelle, an deren Wand unauffällig ein kleines glasloses Fenster zu erkennen ist. „Corteo“ erweckt mit dem alten Holzboden den Eindruck einer aus Richtung Saaldecke angestrahlten Schauspieltruppe, die nach der Vorstellung auf dem letzten Szenenbild zum Schlussapplaus zusammenkommt.

Alle Bilder können im Internet angesehen werden.:

Alfio Giurato studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Catania. Seine Arbeiten waren u.A. im Museum für zeitgenössische Kunst auf Sizilien zu sehen.

Die Galerie Fuchs befindet sich in Stuttgart-West, Reinsburg-/Ecke Hasenbergstraße. S-Bahn Feuersee, Ausgang bergseits. Geöffnet Di-Fr 13-19, Sa 11-16 Uhr (tmich)

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