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Ausstellung Rainer Fetting: „Keine Angst vor Monstern“

Rainer Fetting: Rainer Fetting: Von Thomas Michael, Stuttgart

Am Freitag 5.Mai wurde in der Galerie Thomas Fuchs in Stuttgart eine Ausstellung des Künstlers Rainer Fetting eröffnet. Der 1949 in Wilhelmshaven geborene und in Berlin und auf Sylt arbeitende Maler, Bildhauer und Grafiker stellte Gemälde aus, die etwas Monströses, auch Provokantes an sich haben – Clowns und Ungeheuer. Schon das Titelbild der Ausstellung, „Drama beach (Ilko)“, zeigt monströse Züge: eine muskulöse Frauengestalt am Meer mit durch die Perspektive bedingt überdimensioniert scheinenden Beinen, ein Arm mit dem Ellenbogen auf die Hüfte gestützt, in der anderen Hand scheint sie ein Mobiltelefon zu halten.

Das Gruseln lehrt ein Gemälde mit dem kurzen Titel „H“: „Ein Teufel lauert an der Straße, auf dass er sich ein Opfer fasse“ (frei nach Christian Morgenstern). Er schlägt mit einer Schlagwaffe auf den Boden, dass es funkt, und hinter ihm (oder aus ihm heraus?) springt eine gespensterhaft entstellte, violette Frauengestalt mit einem Schlagstock in der Hand auf die Straße, als ob sie das auf regennasser Fahrbahn vorbeifahrende Auto treffen wolle. Das titelgebende H, dass wahrscheinlich „Halt“ bedeutet, schwebt über dem Schlagstock. Das „Monster im Auto“ sitzt hinter der Heckscheibe und scheint von innen das linke Blinklicht zu zerschlagen, denn die gelben Farbflecke um die Stoßstange könnten Glassplitter sein. Erotisch-provokant steht breitbeinig ein unbekleideter „Boy mit E-Gitarre“ am Meer, und der „Clown am Meer“ lässt auch nichts Gutes ahnen. Wesentlich weniger provokant sind dagegen die Portraits einiger Künstlerzeitgenossen, ein „Skaterpark“, eine „Andrea Fernrohr“ sowie einige Landschaftsimpressionen. Die Ausstellung zeigt neuere, seit 2015 entstandene Arbeiten, die, so das Begleitblatt der Ausstellung, „einen spannenden Einblick in eine neue Werkphase Fettings ermöglicht, die Kontinuitäten zeigt, aber auch neue Themen erschließt“. Sein Gesamtwerk wird als komplex und vielschichtig beschrieben.

Die Ausstellung ist noch bis 17.Juni zu sehen. Geöffnet Di-Fr 13-19, Sa 11-16 Uhr, Reinsburgstr.68a (Ecke Hasenbergstraße). VVS: S-Bahn Feuersee, Ausgang bergseits.

Foto: © Thomas Michael

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