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Russen nicht entzückt über Robbie Williams neues Lied

Szene aus dem Video von Robbie WilliamsSzene aus dem Video von Robbie WilliamsRobbie Williams berichtet in seinem brandneuen Lied, wie cool das Partyleben im Reich des Präsidenten Wladimir Putin so sei. Doch mit dem Titel „Party Like A Russian“ hat der 42-jährige weltbekannte Sänger einen Shitstorm ausgelöst, denn die Russen sind gar nicht entzückt darüber, wie er ihr Land präsentiert. Dies berichtet die englische Tageszeitung The Guardian

Im Youtube-Video, geschmückt mit schönen Ballett-Tänzerinnen, feiert Williams in einem glanzvollen Saal „wie ein Oligarch“ und „als ob er eine Gehirnerschütterung hätte“. Er macht sich neben dem Ballett, das ein russisches Heiligtum ist, sogar über Putin lustig und singt über die (Oktober)-Revolution, die immer noch in der Luft liegen soll. Zwischendurch ruft der Interpret noch das russische Wort „spasibo!“ (danke!). Offensichtlich will er sich für das hemmungslose Partyleben der Russen bedanken. Williams selbst hat via Twitter dementiert, über den Kremlchef gelästert zu haben.

Mit wilden Partys gegen Sinnlosigkeit des Lebens

Das russische staatliche Fernsehen meinte giftig, Williams wolle mit dem aktuellen Lied seine „abgeflaute Popularität“ retten. Das Nachrichtenportal Life bringt vor, dass der Brite mit dem Skandallied die Reichen bloßstellt, die ihn für seine Auftritte gebucht und extra nach Moskau hatten einfliegen lassen.

Doch warum so eine Aufregung? Williams ist keinesfalls der Erste, der über das wilde Nachtleben der Reichen und Schönen in russischen Metropolen berichtet. Auch mehrere russische Schriftsteller haben es getan. Unter anderem Buchmillionär Sergei Minajew. Er erzählt humorvoll im auch auf Deutsch erschienenen Buch „Seelenkalt“, wie es in Russlands Abgrund aussieht. Sein Roman ist ein schonungsloses Bild des ehemaligen Sowjetreiches, das in einem Ozean von Geld schwimmt und die Menschen in böse Karikaturen ihrer selbst verwandelt. Der Protagonist ist ein Topmanager, der der Sinnlosigkeit seines Daseins mit Feten, Hochprozentigen, Rauschmittel und Beischlaf zu entkommen versucht.

Ebenso berichtet ein Deutscher, Chris Helmbrecht, in seinem Buch „Fucking Moskau“, dass die Hauptstadt Russlands die wildeste Stadt Europas sei: eiskalte Nächte mit heißen Frauen und viel Wodka, skrupellose Oligarchen, die Gier nach Geld und Sex und eine Generation von Russen, die alles haben und doch nie genug bekommen können. (Aino Siebert / Bearbeitung: Thomas Michael)

Foto: Screenshot

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