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art-Karlsruhe: Erfolgreicher Handelsplatz und bedeutende Kontaktplattform

Messechefin Britta Wirtz und Kurator der Kunstmesse, Galerist Ewald Karl SchradeMessechefin Britta Wirtz und Kurator der Kunstmesse, Galerist Ewald Karl SchradeMit Fotogalerie und Video

Am 16. März ist die elfte art-Karlsruhe zu Ende gegangen. Hier können Sie einige Eindrücke von Marcello Renna sehen.

Wie in den vergangenen Jahren trafen die rund 50.000 Besucher der Messe auf ein umfangreiches Angebot, das von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst reichte. Die 220 Galerien aus 13 Ländern präsentierten über 10.000 Kunstwerke, flankiert von einem Rahmenprogramm und den beiden Sonderschauen, die begeisterten. Sowohl die Sammlung Nannen aus der Kunsthalle Emden als auch rosalies Lichtskulpturen "LightScapes" und "Chandelier" waren Publikumsmagneten.

"Auch die elfte Edition der Kunstmesse hat bewiesen, dass ihre trinationale Platzierung in Karlsruhe mit der unmittelbaren Nachbarschaft zu Frankreich und Schweiz und der Lage im Herzen des Sammlerlandes Baden-Württemberg ein echter Umsatz-Trumpf für unsere Galeristen ist", bilanziert die Karlsruher Messechefin Britta Wirtz. Das Publikum der art Karlsruhe – von dem sich zehn Prozent als Sammler bezeichnen und jeder Zweite mit Kaufinteresse anreiste – nimmt weite Wege für die Kunst auf sich: Jeder dritte Besucher reiste 100 Kilometer oder mehr und jeder zehnte gar über 300 Kilometer, um in badischen Metropole dabei zu sein, so die Auswertung der Besucherstatistik.Besucherin vor den Fotografien des lettischen Künstlers Ulvis Alberts (Galerie STP)Besucherin vor den Fotografien des lettischen Künstlers Ulvis Alberts (Galerie STP)

Rund 20 Prozent der Galeristen kamen aus dem Ausland – darunter Neuaussteller wie Rothschild Fine Art aus Tel Aviv, die Nuovo Gallery aus Daegu/Südkorea oder Eva Meyer aus Paris. Diese fanden in Karlsruhe einen guten Marktplatz. Reinhard Franz (oca gallery, Berlin), zum ersten Mal dabei, ist voll des Lobes: "Nach Karlsruhe kommen wir, weil es eine Kunstmesse ist, die professionell geführt und kuratiert ist", so sein Urteil.

Der Berliner Galerist Klaus-Dieter Brennecke rühmt die Vielseitigkeit in Karlsruhe: "Die Messe lebt davon, dass man hier Neues entdecken kann, aber gleichzeitig qualitative und etablierte Kunst zu finden ist". Dieses ausgewogene Zusammenspiel in den vier Messehallen zu kuratieren, bedeutet eine Herausforderung, die der Kurator Ewald Karl Schrade auch im elften Messejahr mit Bravour gemeistert hat. "Jeder Aussteller genießt hier das gleiche Ansehen als Kunde und Partner. Es geht um das Wohl der gesamten Messe", so Schrade, der zugleich einen Blick in die Zukunft warf: "Wir werden weiter an der Qualität der Messe arbeiten, sie aber nicht mehr ausweiten, da sie seit sechs Jahren die optimale Größe besitzt".„La Soirée“ von lettischen Künstler Normunds Braslins (Galerie Walter Bischoff)„La Soirée“ von lettischen Künstler Normunds Braslins (Galerie Walter Bischoff)

Neben guten Verkaufsergebnissen bot die elfte Ausgabe der Kunstmesse reichlich Raum für außergewöhnliche Entdeckungen. Am Stand der Schweizer Galerie Haas standen die Werke des Berliner Bildhauers Hans Uhlmann (1900–1975) im Zentrum des Interesses. "Er ist ein hervorragender Künstler, der lange Zeit unterschätzt war und nun im Zuge der Renaissance des Gestischen neu in den Blickpunkt rückt", so Erika Költzsch, die Galeristin, die zwei Stahlskulpturen des Künstlers von 1954 und 1958 für je 38.000 Euro veräußern konnte. Dass Nachkriegskunst gefragt ist, belegen eindrücklich die zahlreichen Verkäufe in diesem Segment: Klaus Schwarzer aus Düsseldorf konnte ein Werk von Otto Piene für eine Summe im sechsstelligen Bereich veräußern und mehrere Arbeiten von Günther Uecker abgeben. Bei der Galerie Ludorff, ebenfalls Düsseldorf, wechselte ein Werk von K.O. Götz den Besitzer.

 Auch auf dem Gebiet der Klassischen Moderne waren in Karlsruhe manche Coups zu verzeichnen: Werner Fischer, Fischer Kunsthandel & Editionen, Berlin, veräußerte Rudolf Schlichters "Neapolitanische Straße" (1925/26) an einen Privatsammler. Der Hamburger Galerist Thole Rothermund reüssierte unter anderem mit August Macke und Curt Lahs, deren Gemälde Preise im fünfstelligen Bereich erzielten.

Fotokunst von litauischen Fotografen Algis Griškevičius (Galerie STP)Fotokunst von litauischen Fotografen Algis Griškevičius (Galerie STP)

Doch nicht nur Umsatz zählt – die Kunstmesse dient zugleich als Kontaktplattform. Zahlreiche Kuratoren und Museumsdirektoren wurden in den Messehallen gesichtet.

Der aktuelle Kunstdiskurs kam in Karlsruhe ebenfalls nicht zu kurz: Drei meinungsfreudige Talks zwischen dem Kunstjournalisten Carl Friedrich Schröer und verschiedenen Gästen aus Kunst und Kunstbetrieb rundeten die zweitägige Diskussionsplattform des ARTIMA art meetings ab. Der zweite Teil startete am Freitag mit Paul Maenz, Sammler, ehemals Galerist. Im Leben wie in der Kunst käme es darauf an, stets offen für Veränderungen zu sein. "Das Wesen der Kunst besteht darin, uns immer wieder aufs Neue zu überraschen", erläuterte der Berliner, der den Boom der Malerei der Jungen Wilden Anfang der 1980er Jahre als Galerist mitprägte.

Entdeckungen
Das Baltikum-Blatt entdeckte auf der Messe die Galerie STP, der auf die osteuropäische Kunst sich spezialisiert hat. Greifswalder Galerie zeigte in Karlsruhe die Fotographien von Ulvis Alberts. Die Arbeiten des lettisch-amerikanischen Fotografen wurden vor einem Jahr zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Angefangen von Las Vegas sind Fotografien von Alberts´ Glücksspielern in allen Casinos Amerikas präsent. Seine Ablichtungen der Stars der 70er und 80er Jahre bzw. seine Bilder von heutigen Stars aus dieser Zeit sind weltbekannt.

Deutsche Künstlerin Friederike Oeser mit ihren Cut-Outs. Sie hat auch in Lettland ausgestellt (Galerie Walter Bischoff)Deutsche Künstlerin Friederike Oeser mit ihren Cut-Outs. Sie hat auch in Lettland ausgestellt (Galerie Walter Bischoff)Auf der art Karlsruhe hat die Galerie STP noch die Werke des litauischen Fotokünstlers Algis Griškevičius ausgestellt. Er wurde 1954 in Vilnius geboren und arbeitete am Anfang seiner Karriere als künstlerischer Assistent im Opern- und Balletthaus. Danach studierte der Litauer an der Kunstakademie seines Geburtsstadt. Seit 1990 ist Griškevičius freischaffender Künstler und Szene-Maler im Jugendtheater von Vilnius. An seinen Fotokunstbilder sind deutlich Einflüsse von seinen Theaterarbeit zu spüren. Wie Dr. Peter Konschake berichtet hat, werden zunächst die Fotografien der Litauer Arturas Valiauga aus der Serie „Sehnsuchtsland“ zunächst in Greifswalder Galerie ausgestellt www.galerie-stp.de Die Werke sind zur Zeit in der litauischen Botschaft in Berlin zu sehen.

ut-Outs von Friederike Oeser zeigte auf der art Karlsruhe Walter Bischoff Galerie. Die Arbeiten der Deutschen rühren von ihren leuchtenden Farben, von den locker zusammengefügten unterschiedlichen Formelementen und vor allem von der Intensität der Arbeiten und ihrer positiven Grundstimmung. Die Bilder sind genau so wie die offene und fröhliche Künstlerin selbst. Oeser, 1959 in Nürnberg geboren, studierte Grafik und Malerei in München. Nach ihre Studium ging sie in die Entdeckungsreisen nach Asien, Afrika und USA. Sie hat zahlreiche Preise, Stipendien und Ausstellungsförderungen erhalten. Vor einem Jahr stellte sie Arbeiten in der Galerija Alma in Riga aus.Deutscher Künstler Saxa: Nichts als WorteDeutscher Künstler Saxa: Nichts als Worte

Die Bilder von Saxa sind nichts als Worte. Die Idee ist einfach und doch raffiniert. Wie der Künstler selbst ausdruckt: „Bilder sagen mehr als tausend Worte. So sagt man. Und das mag auch stimmen. Muss es aber nicht. Manchmal sind es nämlich vor allem Worte, die Bilder schaffen. Mit der Verbildlichung meiner Texte – Lyrik, Biografien, Interpretationen und Interviews – lebe ich meine Faszination für die Schrift und das Schreiben im vermeintlichen Grenzbereich zwischen Wort und Bild Grenzenlos aus...“ (asie/KMKG)

Die zwöfte art KARLSRUHE findet vom 5. bis 8. März 2015 statt.
www.art-karlsruhe.de

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Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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