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Nokia verkauft sein Mobiltelefongeschäft an Microsoft

Erst vor zwei Wochen hat Microsoft-Chef Steve Ballmer seinen Rücktritt angekündigt. Jetzt meldet die US-Softwarenhersteller-Riese laut der Wirtschaftszeitung Talouselämä, dass er das finnische Mobiltelefonunternehmen Nokia für 7,2 Milliarden Dollar gekauft hat.

Dass Microsoft Nokia eines Tages kaufen würde, wurde seit langem gemunkelt. Experten gingen jedoch davon aus, dass das US-Konzern warten will, bis sich Nokias Krise vertieft und die Finnen keinen Verhandlungsspielraum mehr haben.

2008 ist Stephen Elop von Nokia zu Microsoft gegangen und hat dort die Leitung der Abteilung für Geschäftskunden übernommen. Zwei Jahre später ging er, diesmal als CEO wieder zu Nokia zurück. Spekulationen zufolge ist möglich, dass Kanadier von Ballmer jetzt den Microsoft-Chef Posten ererbt. Wenn nicht, kommt er in jedem Fall als als Executive Vice President of Devices and Services zu Microsoft mit rund 32.000 Angestellten zurück.

Das Finnische Unternehmensflagschiff Nokia hat sich schon am Anfang 2011 festgelegt, auf die Entwicklung eigener Betriebssysteme für Mobiltelefone zu verzichten und Windows Phone zu unterstützen. Zu jener Zeit verfügte das Unternehmen im finnischen Espoo über einen Marktanteil von knapp 34 Prozent und verkaufte mehr als vier Mal so viele mobile Telefone wie zum Beispiel Samsung und mehr als doppelt so viele wie Apple.

Windows Phone von Microsoft hat in der zweite Hälfte dieses Jahres erstmals Blackberry OS überholt. Doch Erfolg sieht anderes aus: Mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent liegt die US-Firma nur auf dem Platz drei hinter Android und iOS, die das Mobiltelefonmarkt zur Zeit dominieren.

 



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