Google+
Werbung

Brasilianisches Gammelfleisch auch in Estland?

 Braten auf dem Herd - SymbolbildDer Skandal um vergammeltes Fleisch hat nun erste faktische Folgen für Brasilien. Mehrere Staaten, darunter China, wollen kein Rind- und Geflügelfleisch von dort mehr importieren. Auch die Europäische Union (EU) ist alarmiert, denn manche unter Verdacht stehenden Betriebe exportieren in die EU.

Die brasilianische Regierung bemüht sich um Schadensbegrenzung. Nur „sehr wenige Betriebe“ sollen Gammelfleisch exportiert haben. Staatspräsident Michel Temer lud eine Vielzahl von Botschaftern aus den größten Fleischabsatzmärkten zum Steak-Essen ein.

Brasilien ist der weltgrößte Exporteur von Rind- und Geflügelfleisch. Das südamerikanische Land beliefert 150 Staaten. Zu den größten Konsumenten gehören Saudi-Arabien, China, Japan, Russland und Italien. Nach Deutschland kamen im abgelaufenen Jahr nach der vorläufigen Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums rund 114 Tonnen Fleisch aus Brasilien.

Das kleine Estland ist Großkonsument brasilianischen Fleisches. In den letzten fünf Jahren hat Estland aus Brasilien 60 Tonnen frisches und 11,5 Tonnen tiefgefrorenes Rindfleisch importiert. Im ersten Quartal diesen Jahres kamen aus dem südamerikanischen Staat schon 1,5 Tonnen Rindfleisch an.

Noch mehr als Rindfleisch haben die Esten Geflügelfleisch aus Brasilien bestellt. Alleine im Jahr 2012 waren es 211 Tonnen. Während der letzten fünf Jahre betrug der Import aus dem nach Fläche und Bevölkerung fünftgrößten Staat der Erde bis zu 478 Tonnen. Darüber hinaus wurde aus der ehemals portugiesischen Kolonie noch Pferde-, Esel- und Maultierfleisch in das Ostseeland exportiert. (asie/tmich)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert



Werbung
Werbung