Ad-Test
Google+


ARD-Morgenmagazin: Keine finanziellen Schäden wegen russischem Nahrungsmittelembargo

Die Russen müssen ohne westliches Fleisch auskommenDie Russen müssen ohne westliches Fleisch auskommenDer deutsche Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte am 27. August im ARD-Morgenmagazin, dass die Folgen des russischen Lebensmittel-Embargos für Deutschland überschaubar seien. Ihm zufolge exportieren die deutsche Landwirte nach Russland vor allem Milch und Fleisch sowie Äpfel und Kohl. Es bedeutet, dass insgesamt weniger als 0,5 Prozent der deutschen Landwirtschaftsproduktion in das Putin-Reich ausgeführt wurden.

Der Bundesminister brachte ferner vor, dass die von der russischen Regierung verhängte Sanktionen vor allem den Russen selbst schaden. Russland importiert mehr als 50 Prozent aller Nahrungsmittel aus dem Ausland. Wenn die Importe jetzt ausbleiben, werden die Lebensmittelpreise im Land steigen.

Die Europäische Union (EU) hat inzwischen angekündigt, vom russischem Embargo betroffene Bauern mit einem EU-Beistand in Höhe von bis zu 125 Millionen Euro zu unterstützen. Das Hilfsgeld soll für die Landwirte bis Ende November frei gestellt werden.

Im Angesicht der Ukraine-Krise hat der Kreml als Gegenreaktion auf westliche Strafmaßen mit eigenen Sanktionen Stellung bezogen. Seit Anfang August dürfen die EU-Länder, die USA, Kanada, Australien und Norwegen vorerst ein Jahr lang kein Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse nach Russland einfuhren. Moskau hatte zudem versucht die anderen beiden Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion, Weißrussland und Kasachstan, zu überreden sich am Embargo zu beteiligen - bisher ohne Erfolg. Da die drei Staaten eine gemeinsame Zollunion bilden, können westliche Nahrungsmittel weiterhin über Weißrussland und Kasachstan nach Russland exportiert werden.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.