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Die Redaktion des Baltikum-Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Osterfeiertage


Daten für die Zukunft − „Bestimmen Sensoren die digitale Infrastruktur?“

Plakat der Intergeo 2013Auf dem diesjährigen Intergeo Round-Table trafen sich langjährige Aussteller, Mitglieder des Intergeo Advisory Boards, Organisatorin Hinte GmbH sowie der veranstaltende DVW e.V. in Berlin. Notwendige digitale Infrastrukturen sind nicht technisch, sondern vorrangig eine organisatorische Herausforderung, so die einhellige Meinung der Experten.

Ob Energiewende, Megacities oder demografischer Wandel − "Geoinformationen sind der Schlüssel für die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts", so DVW-Präsident Karl-Friedrich Thöne. Denn neben der Bereitstellung und Verarbeitung bedürfe es auch der Vernetzung, also der klassischen Landmanagementaufgaben, so Thöne weiter.

Konkret für den Alltag übersetzt, heißt moderne Sensortechnik unter anderem: "Wie vermeiden wir Staus? Wie können wir mit 80 Jahren und älter noch (sicher) Auto fahren? Wie lösen wir das Energieproblem?", um nur einige Beispiele aus der Runde zu nennen. Zur Bewältigung dieser Zukunftsaufgaben spielen Sensoren, vorrangig aber intelligent vernetzte Geoinformationen eine große Rolle. Bereits heute sind Sensoren im Umweltmonitoring, im Katastrophenschutz oder bei der Vorhersage von Hochwasser unverzichtbar. Auch der Mensch selbst ist ein wichtiger Sensor. Mit seinem Smartphone sendet er permanent Echtzeitdaten, die anonymisiert erfasst und in verschiedenster Weise intelligente Netze unterstützen können.

Vernetzung zentrales Thema
So ist es nicht nur die Vielzahl der Datenmengen, die inzwischen sekündlich − ob professionell oder einfach − weltweit gesendet und erfasst werden, es ist vielmehr ihre Verarbeitung. Darüber sind sich die Experten einig. Und so lautete die Antwort auf die Round-Table-Fragestellung durch Moderator Hagen Graeff, DVW GmbH, fast unisono: „Nein, nicht nur Sensoren bestimmen die digitale Infrastruktur. Es geht eher um die Vernetzung von Systemen, und darum bei der Problemlösung vom Ende her zu denken und in die Zukunft schauend zu planen", so Gerd Buziek, Esri Deutschland.

Peter Hecker, Verband GEOkomm, bekräftigt: "Ich glaube, dass Sensoren unsere Infrastruktur gar nicht mehr bestimmen, sondern eher die Organisation." "Die Vernetzung scheitert öfter an politischen Dingen, nicht an technischen", so Jörg Amend, Trimble, weiter. Sein Kollege Fernando Calvo ergänzte "Man braucht Multilösungsstrategien, die Massendaten, die in Echtzeit in der Cloud gespeichert werden, auch verarbeiten können. Ein pures mehr an Daten bedeutet eben nicht gleichzeitig eine Verbesserung der Lage." Auch Jürgen Dold, Leica-Geosystems betonte: „Die Sensortechnik liefert auch professionelle hoch aufgelöste Daten. Die technische Herausforderung ist da kein Problem. Das Problem ist organisatorisch, denn rein datenmäßig gesehen gleicht Deutschland einem Flickenteppich."

Peter Ladstätter, Esri, brachte es mit einem Beispiel aus einem anderen Bereich auf den Punkt: „Da sieht man dann, dass ein guter Ansatz, nämlich die Förderung der Solarkollektoren (wie in Bayern leider) dem wenig Sinn bringenden Gießkannenprinzip ähnelt: Im Sommer gibt es zu viel Strom und man weiß nicht wohin damit und im Winter ist überhaupt keiner da. Was fehlt, ist die Vernetzung, um Dinge nachhaltig und sinnbringend zu verändern", so Ladstätter.
Genau hier setze die INTERGEO an, so DVW-Präsident Thöne, der die von den Vertretern der Industrie geforderte größere politische Vernetzung aufgriff: "Die INTERGEO ist nicht nur eine Technologiemesse, vielmehr zeigt sie das breite Spektrum der GIS-Anwendungen und zeigt Lösungen auf für Datenerfassung, -verarbeitung, -verbreitung in den Bereichen Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Nicht zuletzt durch den Kongress fördert sie den Austausch zwischen Politik, Interessenverbänden und Industrie."

Das Fazit des Round-Tables: Vieles wird möglich, wenn Geoinformationen, die u.a auch mit Sensortechnik erfasst sind, intelligent vernetzt sind und eine einheitliche Datensprache sprechen.

Das und viele Themen mehr gibt es auf der 20. INTERGEO vom 7. bis 9. Oktober 2014 in Berlin. Bilder, Statements und Videos über den Round-Table finden Sie in der Mediathek unter www.intergeo.de.

Über die INTERGEO
Die INTERGEO ist die internationale Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. 16.383 Fachbesucher aus 90 Ländern informierten sich auf der zurückliegenden Kommunikationsplattform bei 516 Unternehmen aus 30 Ländern über die Innovationen der Branche.

Der DVW e.v. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement ist Veranstalter der Intergeo.

Auf der neuen Website − www.intergeo.de − stehen für Interessierte weitere Informationen bereit.

Foto: © Veranstalter

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